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Altach und Sturm trennten sich 1:1

06.11.2022 • 17:51 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">GEPA pictures/ Oliver Lerch</span>
GEPA pictures/ Oliver Lerch

Grazern misslang Wiedergutmachung für Europacup-Aus unter der Woche.

Drei Tage nach dem historischen Europacup-Frust hat Sturm Graz in der Fußball-Bundesliga ein Erfolgserlebnis verpasst. Die Steirer kamen am Sonntag beim SCR Altach nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und verloren damit den direkten Anschluss zu Salzburg. Der Serienmeister liegt nach 15 Runden und ein Spiel vor der Winterpause vier Punkte vor Verfolger Sturm. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer hielt aber die Serie von nun zehn ungeschlagenen Ligaspielen aufrecht.

Altach. Otar Kiteishvili brachte die Grazer vor 7.134 Zuschauern mit einem Foulelfmeter in Führung (11.), zuvor hatte der VAR einen Freistoßpfiff von Schiedsrichter Manuel Schüttengruber korrekterweise revidiert. Den starken Altachern gelang aber die schnelle Antwort, Atdhe Nuhiu traf per Flugkopfball zu seinem achten Saisontor (15.). Kurz vor Schluss nahm Schüttengruber einen Treffer von Sturm-Angreifer Albian Ajeti nach Ansicht der Videobilder wegen eines vermeintlichen Foulspiels zurück (75.). Die Vorarlberger haben als Neunter nun 15 Punkte auf dem Konto, vier mehr als Tabellenschlusslicht Hartberg.

Im Vergleich zum 0:2 beim FC Midtjylland am Donnerstag, mit dem die Grazer mit acht Punkten als Gruppenvierter aus der Europa League geflogen waren, rotierte Ilzer auf vier Positionen. Kapitän Stefan Hierländer, der sein 300. Bundesligaspiel bestritt, stand nach einer Erkältung genauso in der Startelf wie Emanuel Emegha, David Schnegg und Alexandar Borkovic. Seine Mannschaft habe den “Keulenschlag” gut weggesteckt, versicherte Ilzer vor dem Anpfiff. Altach-Coach Miroslav Klose musste indes auf die angeschlagenen Johannes Tartarotti und Manuel Thurnwald verzichten.

Auf dem Rasen begannen die Grazer dominant und belohnten sich mit der frühen Führung. Altach-Verteidiger Felix Strauss traf Prass bei einer Hereingabe an der Strafraumgrenze unglücklich auf dem Fuß, den fälligen Elfmeter nach VAR-Intervention verwandelte Kiteishvili eiskalt. Die Klose-Elf zeigte sich aber nicht beeindruckt, die Lebensversicherung der Vorarlberger schlug kurz darauf wieder zu: Nuhiu setzte sich nach einer Jurcec-Hereingabe im Zweikampf gegen Gregory Wüthrich durch und bewies erneut seine Kopfballstärke.

Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. Die beste hatte David Schnegg, der mit einem Distanzschuss die Stange traf (25.). Auch bei einem Volleyschuss von Kiteishvili (32.) sowie einem Kopfball von Alexandar Borkovic (44.) war ein Grazer Torjubel nicht fern. Die Altacher, die über weite Strecken gut mit den Steirern mithielten und mutig nach vorne spielten, kamen indes durch Ex-Sturm-Profi Lukas Jäger (20., 41.) und Noah Bischof (37.) zu Möglichkeiten.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Während die Vorarlberger durch Bischof (49.) und Nuhiu (53.) am Tor von Jörg Siebenhandl anklopften, musste sich Altach-Goalie Tino Casali bei Schüssen von William Böving (54.) und Kiteishvili (56., 71.) auszeichnen. In der 75. Minute traf “Joker” Ajeti zur vermeintlichen Führung, doch Schüttengruber sah nach Ansicht der Videobilder einen zu harten Körpereinsatz des Stürmers gegen Strauss. Auf der Gegenseite klärte Wüthrich fast ins eigene Tor (80.).

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