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“Letzte Generation” in Aufruhr

07.11.2022 • 19:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
++ HANDOUT ++ WIEN: KLIMAAKTIVISTEN DER 'LETZTEN GENERATION' BLOCKIEREN PRATERSTERN
++ HANDOUT ++ WIEN: KLIMAAKTIVISTEN DER ‘LETZTEN GENERATION’ BLOCKIEREN PRATERSTERN APA/LETZTE GENERATION ÖSTERREICH

Klimagruppe “Letzte Generation” will gegen “die Hölle auf Erden” ankämpfen.

In orangen Warnwesten sitzen sie auf Autobahnen oder kleben sich mit Superkleber auf Straßen, um den Verkehr zum Erliegen zu bringen. Mit Aktionen wie diesen machen Anhänger der Gruppierung “Letzte Generation” auf sich aufmerksam. Manchmal kleben sich Anhänger in Museen an die Exponate. Man setze gezielt auf Aktionen, die möglichst lästig sind – so bekomme man die Aufmerksamkeit, die dem Ernst der Lage – der drohenden “Hölle auf Erden” – gerecht werde, heißt es seitens deutscher “Generation”-Teilnehmer.

An der Weiterfahrt gehinderte Autofahrer machen ihrem Ärger neben verbalen Feindseligkeiten auch mit körperlichen Angriffen Luft. Im Internet finden sich Videos, wo Aktivisten zu Boden gestoßen oder mit Wasser überschüttet werden.

Laut einer Umfrage lehnen 55 Prozent im Land die Aktionen ab und fordern härtere Strafen. In Berlin wurde besonders scharfe Kritik laut, als bekannt wurde, dass der so ausgelöste Stau einen Rettungseinsatz behindert habe, bei der eine Frau ums Leben kam. Dem wurde von Einsatzkräften zwar widersprochen, die Empörung war dennoch groß. In München hatte die Blockade ein rechtliches Nachspiel. Zwölf Aktivisten wurden für 30 Tage in Gewahrsam genommen. Die Mitstreiter der “Letzten Generation” zeigen sich trotzdem kampfbereit. “Die jüngere Generation hat absolut nichts mehr zu verlieren”, heißt es auf der Homepage.

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