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Zwei Freisprüche von Cybermobbing

07.11.2022 • 17:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. hartinger

Keine Beweise für fortdauernde Belästigung über das Handy.

Vom Vorwurf der fortdauernden Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems wurden die beiden angeklagten 15-Jähriger am Montag am Landesgericht Feldkirch freigesprochen.

Beschuldigte nicht einvernommen

Denn für Richterin Sabrina Tagwercher ist nicht erwiesen, dass die unbescholtenen Jugendlichen im Mai ein Video über eine 15-Jährige, in dem sie, codiert mit einem Hashtag, als Hure bezeichnet wurde, in der Videoplattform TikTok veröffentlicht haben. Verteidiger Wolfgang Hirsch kritisierte, dass die Staatsanwaltschaft Feldkirch Anklage erhoben habe, ohne dass die Beschuldigten vor der Polizei einvernommen wurden. Heinz Rusch merkte dazu als Sprecher der Staatsanwaltschaft an, laut Polizeibericht seien die Beschuldigten geständig. Der von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagene außergerichtliche Tatausgleich sei gescheitert, weil die Beschuldigten den Tatvorwurf doch bestritten hätten. Daraufhin sei Anklage erhoben worden. Der zuständige Polizist sagte vor Gericht als Zeuge, seine Formulierung über die Geständnisse der Beschuldigten sei missverständlich und ein Fehler gewesen.

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