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2,5 Jahre Haft für versuchte Vergewaltigung

09.11.2022 • 21:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht.<span class="copyright"> hartinger</span>
Prozess am Landesgericht. hartinger

Bestätigte Strafe im neuen Prozess: Unbescholtener versuchte laut Urteil, Frau in Bregenz zu vergewaltigen.

Wegen versuchter Vergewaltigung wurde der unbescholtene Angeklagte am Mittwochabend am Landesgericht Feldkirch zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Silke Sandholzer ist nicht rechtskräftig. Der Strafrahmen belief sich auf zwei bis zehn Jahre Haft.

Verfahrensfehler

Der Schuldspruch und die Strafe entsprechen dem Urteil des ersten Prozesses vom Dezember 2021. Der Oberste Gerichtshof (OGH) in Wien hob heuer im August das erste Feldkircher Urteil wegen eines Verfahrensfehlers auf und ordnete eine neue Verhandlung mit einem anderen Schöffensenat am Landesgericht an. Denn im ersten Verfahren hatte das mutmaßliche Opfer nicht ausdrücklich erklärt, in der Hauptverhandlung nicht mehr auszusagen. Deswegen hätte das Video mit den belastenden Aussagen der Frau vor dem Rechtsschutzrichter im Prozess gegen den Willen des Angeklagten nicht vorgespielt werden dürfen.

Ins Gebüsch gezerrt

Der Schöffensenat verurteilte den 36-jährigen Nigerianer am Mittwoch im zweiten Rechtsgang im Sinne der von Staatsanwältin Julia Berchtold verfassten Anklageschrift. Nach den gerichtlichen Feststellungen hat der Mann im Juni 2021 in Bregenz eine 32-jährige Bekannte nach der gemeinsam Deutschkurs-Abschlussfeier neben dem Skaterplatz in ein Gebüsch gezerrt, zu Boden gestoßen und versucht, sie gewaltsam zu entkleiden und sie zum Geschlechtsverkehr zu zwingen. Demnach ist der Angeklagte geflüchtet, weil vier Passanten der um Hilfe schreienden Frau zu Hilfe gekommen sind. Er ist noch in der Tatnacht beim sogenannten Milchpilz festgenommen worden und befindet sich seither in Untersuchungshaft.
Verteidiger Stefan Harg beantragte einen Freispruch. Denn sein Mandant habe höchstens eine sexuelle Belästigung zu verantworten, weil er der von ihm umworbenen Frau möglicherweise an die Brust gegriffen habe.

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