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Baby lebensbedrohlich verletzt: Vater in Justiz

13.11.2022 • 14:51 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Einlieferung des 21-Jährigen in die Justizanstalt wurde angeordnet
Die Einlieferung des 21-Jährigen in die Justizanstalt wurde angeordnet Jürgen Fuchs

Der Säugling wird im AKH Wien intensivmedizinisch behandelt.

In Niederösterreich soll ein Baby vom 21-jährigen Vater misshandelt worden sein. Der Mann wurde festgenommen und nach Polizeiangaben vom Sonntag in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert. Zunächst war auch die 20 Jahre alte Mutter in Gewahrsam. Der Verdacht erhärtete sich nicht, die Frau wurde auf freiem Fuß angezeigt. Der ein Monat alte Säugling war lebensbedrohlich verletzt worden. Er wird im AKH Wien auf der neurologischen Intensivstation behandelt.

Dauerfolgen werden nicht ausgeschlossen

Derzeit ist der Gesundheitszustand des Babys stabil, betonte die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Sonntag. Schwere Dauerfolgen können allerdings noch nicht beurteilt oder ausgeschlossen werden. Festgestellt wurden bei dem Kind unter anderem Frakturen beider Unterschenkel sowie eine Gehirnblutung – ausgelöst vermutlich durch äußere Gewalteinwirkung.

Per Notarzthubschrauber in das AKH Wien

Ursprünglich der Polizei gemeldet worden war der Fall am Freitagnachmittag aus dem Landesklinikum Tulln. Spitalsmitarbeiter erstatteten Anzeige, nachdem das Kind in das Krankenhaus eingeliefert worden war. Aufgrund des lebensbedrohlichen Zustands wurde der Säugling per Notarzthubschrauber in das AKH Wien geflogen.

Die Eltern aus dem Bezirk Tulln wurden festgenommen, das Landeskriminalamt Niederösterreich übernahm die Ermittlungen. Gegen die Kindsmutter erhärtete sich der Tatverdacht schließlich nicht, weshalb durch die Staatsanwaltschaft die Anzeige auf freiem Fuß verfügt wurde.

Die Obsorge des Kindes wurde den Eltern durch die Bezirkshauptmannschaft Tulln entzogen. Der verdächtige 21-Jährige gab bei der Einvernahme an, dass er beim Hantieren mit dem Säugling “zu forsch agierte”.

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