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Vorbestrafter von Raub freigesprochen

21.11.2022 • 19:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/APA/BARBARA GINDL

Um Raub auf Bregenzer Weihnachtsmarkt ging es in der Verhandlung.

Wer am 18. November 2021 den Geldtaschenraub neben dem Weihnachtsmarkt in der Bregenzer Innenstadt an einem Passanten begangen hat, bleibt weiterhin ungeklärt.

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hielt einen mit sieben Vorstrafen belasteten Afrikaner für den Täter und klagte ihn wegen Raubes, dauernder Sachentziehung, Urkundenunterdrückung und Entfremdung unbarer Zahlungsmittel an.
Im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch wurde der von Henrik Gunz verteidigte Angeklagte aber im Zweifel freigesprochen. Das Urteil ist rechtskräftig, denn Staatsanwalt Heinz Rusch verzichtete auf Rechtsmittel.

Nicht identifiziert

Der Schöffensenat war nicht überzeugt, dass der Angeklagte der Täter war. Das zum einen deshalb, weil das mutmaßliche Opfer den 46-Jährigen nicht als Täter identifizieren habe können, wie Richterin Magdalena Rafolt als Senatsvorsitzende in ihrer Urteilsbegründung sagte. Zudem habe der 42-jährige Zeuge angegeben, der Täter sei größer als er selbst gewesen. Der Angeklagte sei aber kleiner als der Zeuge. Der Angeklagte habe zur Tatzeit zwar eine gelbe Jacke wie der Täter getragen. Das reiche aber für einen Schuldspruch nicht aus.

Faustschlag in den Magen

In der Anklageschrift wurde dem Angeklagten zur Last gelegt, er habe dem Mann einen Faustschlag in den Magen versetzt und ihm dann die Brieftasche aus der hinteren Hosentasche weggenommen. Darin hätten sich 60 bis 70 Euro ebenso befunden wie ein Führerschein und Bankomatkarten.

Am Landesgerich Feldkirch erfolgte der Freispruch im Zweifel. <span class="copyright">Symbolbild/APA/Stiplovsek</span>
Am Landesgerich Feldkirch erfolgte der Freispruch im Zweifel. Symbolbild/APA/Stiplovsek

Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Der Arbeiter gab zu Protokoll, er habe sich zusammen mit Kollegen neben dem Weihnachtsmarkt beim Postamt aufgehalten. Er habe auf der Straße einen Mann gesehen, der sich übergeben habe. Er sei zu dem Mann hingegangen und habe ihn gefragt, ob er ihm helfen könne. Der Mann, bei dem es sich um das spätere Raubopfer gehandelt habe, habe das verneint. Danach sei er wieder zum Weihnachtsmarkt gegangen.

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