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Gelungene Premiere für die Vogewosi

23.11.2022 • 20:29 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Karlheinz Rüdisser, Marco Tittler, Michael Ritsch und Hans-Peter Lorenz (von links) vor dem Pressetermin. <span class="copyright">Vogewosi</span>
Karlheinz Rüdisser, Marco Tittler, Michael Ritsch und Hans-Peter Lorenz (von links) vor dem Pressetermin. Vogewosi

Gemeinnütziger Wohnbauträger ging bei Projekt in Bregenz einen neuen Weg.

Eine besondere Schlüssel­übergabe stand am Mittwoch für Vogewosi-Geschäftsführer Hans-Peter Lorenz, Vogewosi-Aufsichtsratsvorsitzenden Karlheinz Rüdisser, Landesrat Marco Tittler (ÖVP) und Bürgermeister Michael Ritsch (SPÖ) auf dem Programm. In der Bregenzer „Siedlung Feldmoos“ wurden insgesamt 35 neue Wohnungen an ihre Besitzer übergeben. Das wäre an sich noch nichts Besonderes, aber bei dem Bauprojekt wurde erstmals in der Geschichte der Vogewosi eine bestehende Wohnanlage abgerissen und neu aufgebaut.

Sanierung nicht möglich

Die übliche Vorgangsweise beim gemeinnützigen Wohnbauträger sei normalerweise die Sanierung, merkte Lorenz an. Allerdings sei dies bei der Wohnanlage im Feldmoos aufgrund des geologisch schwierigen Untergrunds im Gebiet nicht sinnvoll gewesen. Denn die ursprünglichen Häuser wurden in den 1960er-Jahren ohne Pilotierung errichtet. Dadurch kam es zu Setzungen und Schiefstellungen. Mehrere Jahre lang habe daher die Verantwortlichen der Vogewosi die Frage einer möglichen Sanierung beschäftigt, meinte der Geschäftsführer. 2017 wurde beschlossen, einen anderen Weg zu gehen und die Anlage abzureißen und neu zu errichten.

Daten und Fakten

Wohnanlage Feldmoos

Insgesamt neun Millionen Euro sind seitens der Vogewosi in den ersten Bauabschnitt investiert worden. In zwei neuen Gebäuden sind so 35 Mietwohnungen mit einer Durchschnittsmiete von 10 Euro pro Quadratmeter entstanden. Gebaut wurde von November 2020 bis November 2022.

Eine Entscheidung, welche damals für Aufregung gesorgt hat. Einerseits waren die bestehenden Bewohner besorgt, was die Zukunft bringen würde. Andererseits hatten die Anrainer Bedenken bezüglich der Auswirkungen der Bauarbeiten auf ihre eigenen Häuser sowie die eigene Lebensqualität. Ziel sei es daher von Anfang an gewesen, Lärm, Staubentwicklung und Erschütterungen auf der Baustelle möglichst gering zu halten. Dazu seien strenge Maßnahmen getroffen und auf deren genaue Einhaltung geachtet worden, sagte Lorenz.

Zwei neue Gebäude mit insgesamt 35 Wohnungen wurden errichtet. <span class="copyright">Vogewosi</span>
Zwei neue Gebäude mit insgesamt 35 Wohnungen wurden errichtet. Vogewosi

So galt etwa Schritttempo für den Baustellenverkehr. Außerdem wurden die Zu- und Abfahrten immer wieder umgelegt, um nicht einzelne Straßenzüge zu stark zu belasten. Die Regelungen seien zu 100 Prozent eingehalten worden, berichtete der Geschäftsführer. Dadurch hab es auch keine Probleme gegeben. Aus Sicht der Vogewosi hat sich gezeigt, dass die Abwicklung einer Baustelle anrainerfreundlich gestaltet werden kann, ohne dass höhere Kosten entstehen oder mehr Zeit gebraucht wird.

Individuelle Lösungen

Unterstützung gab es aber nicht nur für die Nachbarn, sondern auch für die bestehenden Bewohner. In persönlichen Gesprächen seien individuelle Lösungen mit allen Mietern gesucht worden. Alle konnten weiterhin in Wohnungen der Vogewosi bleiben, teils in anderen Ortsteilen von Bregenz, teils andernorts. Nicht zuletzt haben sich auch zahlreiche Bewohner dazu entschlossen, in die neue Wohnanlage zu übersiedeln. Immerhin 25 der 35 neuen Wohnungen gingen an bestehende Mieter aus dem Feldmoos.

Auch die Bewohnerinnen und Bewohner freuten sich über die neue Wohnanlage. <span class="copyright">VOL.AT/Mayer (6)</span>
Auch die Bewohnerinnen und Bewohner freuten sich über die neue Wohnanlage. VOL.AT/Mayer (6)

Mit der gestrigen Schlüssel­übergabe hat jedoch nur die erste Bauetappe des Neubauprojekts ihren Abschluss gefunden. Die zweite Phase soll im kommenden Frühjahr starten. Bis 2025/26 sollen nach den nunmehr zwei neuen Häusern weitere vier Gebäude errichtet werden. Nach Abschluss der Arbeiten sollen in der Siedlung insgesamt 101 neue Wohnungen zur Verfügung stehen. In den alten Gebäuden waren es 69 Wohnungen gewesen.

Leistbarer Wohnraum

Erfreut über den Abschluss der ersten Projektphase zeigten sich auch die politisch Verantwortlichen. Es sei dem Land ein wichtiges Anliegen, den Menschen leistbaren Wohnraum zur Verfügung stellen zu können, betonte Landesrat Tittler. Auch die Stadt sei froh, wenn man in Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Bauträgern leistbare Wohnungen für jene schaffen können, welche diese benötigten, sagte Bürgermeister Ritsch.

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