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Mordprozess kurz vor Weihnachten

24.11.2022 • 22:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/Hartinger

Verhandlung am 21. Dezember gegen 38-Jährige, die in Schwarzach ihren Gatten erstochen haben soll.

Wegen Mordes hat die Staatsanwaltschaft Feldkirch Anklage gegen die 38-jährige Schwarzacherin erhoben. Der Angeklagten wird vorgeworfen, am 12. April in ihrem Einfamilienhaus in Schwarzach ihren 35-jährigen Ehemann mit einem wuchtigen Stich mit einem Küchenmesser mit einer Klingenlänge von rund 20 Zentimetern in den linken oberen Brustkorb vorsätzlich getötet zu haben. Durch den Messerstich wurde laut Anklage die Herzkranzschlagader durchtrennt. Der aus Afrika stammende Mann starb nach Darstellung der Strafverfolgungsbehörde etwa 30 Minuten nach der Tat am Tatort.

Der Mordprozess findet kurz vor Weihnachten am 21. Dezember am Landesgericht Feldkirch statt. Die Geschworenenverhandlung unter dem Vorsitz von Richterin Sabrina Tagwercher beginnt um 8.30 Uhr im Schwurgerichtssaal.

Heftige Gemütsbewegung

Seine unbescholtene Mandantin habe keinen Mord begangen, sondern nur einen Totschlag, meint Verteidiger Alexander Wirth. Sie habe sich in einer allgemein begreiflichen heftigen Gemütsbewegung zu dem Tötungsdelikt hinreißen lassen. Selbst in der Anklageschrift sei davon die Rede, dass die Angeklagte jahrelanger wiederholter Gewaltausübung durch ihren Gatten ausgesetzt gewesen sei. Die Mutter von sechs Kindern habe sich deswegen in psychiatrischer Behandlung befunden und im Februar 2022 die Scheidung eingereicht. Vier der sechs Kinder habe sie gemeinsam mit dem 35-jährigen Afrikaner, den sie 2011 in zweiter Ehe geheiratet habe. Er habe zuletzt nicht mehr gearbeitet, sie sei berufstätig gewesen. Am Tatabend sei es wieder einmal zu einem Streit gekommen.

In Schwarzach kam es im April zu dem Tötungsdelikt. <span class="copyright">APA/Shourot</span>
In Schwarzach kam es im April zu dem Tötungsdelikt. APA/Shourot

Für Mord sieht das Strafgesetzbuch 10 bis 20 Jahre oder lebenslängliche Haft vor, für Totschlag 5 bis 10 Jahre Gefängnis. Die Angeklagte befindet sich seit April in Untersuchungshaft. Sie habe unmittelbar nach der Tat eine Tochter angewiesen, per Notruf die Rettung zu verständigen, so Verteidiger Wirth.

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