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Schwere Fouls nach dem Fußballmatch

25.11.2022 • 20:48 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach dem Fußballspiel ging es rund. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Nach dem Fußballspiel ging es rund. Symbolbild/Hartinger

Tritt gegen Kopf, mit Faustschlag Unterkiefer gebrochen: Geldstrafen für Amateurfußballer und Gast.

Ausgelöst wurden die Gewalttaten nach Darstellung der Staatsanwaltschaft dadurch, dass zwei alkoholisierte Brüder nach einem Fußballspiel der Regionalliga West im April in Dornbirn versuchten, auf das Fußballfeld zu urinieren.

Versuchte schwere Körperverletzung

Nach den gerichtlichen Feststellungen hat ein alkoholisierter Dornbirner Amateurfußballer mit einem Tritt gegen den Kopf einen auf dem Boden liegenden 24-Jährigen schwer zu verletzen versucht. Dafür wurde der unbescholtene 35-Jährige mit dem Nettoeinkommen von 2850 Euro am Freitag am Landesgericht Feldkirch zu einer Geldstrafe von 12.000 Euro (300 Tagessätze zu je 40 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 6000 Euro. Das wegen versuchter schwerer Körperverletzung ergangene Urteil, mit dem der von Andrea Concin verteidigte Angeklagte und Staatsanwältin Karin Dragosits einverstanden waren, ist rechtskräftig.

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Symbolbild/Hartinger

Nach Ansicht von Richter Christoph Stadler hat der alkoholisierte 31-jährige Bruder des Getretenen mit einem Faustschlag einem schlichtenden Fußballnachwuchstrainer einen Unterkieferbruch zugefügt. Wegen schwerer Körperverletzung wurde über den unbescholtenen Bauarbeiter eine Geldstrafe von 7140 Euro (340 Tagessätze à 21 Euro) verhängt, davon 3570 Euro unbedingt. Als Teilschmerzengeld hat er dem 43-Jährigen 1500 Euro zukommen zu lassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der Angeklagte und die Staatsanwältin nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Der Strafrahmen belief sich auf sechs Monate bis fünf Jahre Gefängnis. Die verhängte Geldstrafe entspricht fünf Monaten Haft.

Angaben nicht glaubwürdig

Freigesprochen wurde der getretene und von Nicolas Stieger verteidigte 24-Jährige vom ­Vorwurf, er habe den ­35-jährigen Amateurfußballer mit einem Stoß mit dem Handballen im Gesicht leicht verletzt. Denn er halte keine der Angaben des Fußballers für glaubwürdig, sagte Richter Stadler.

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