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Brief von Queen Elisabeth II. versteigert

27.11.2022 • 16:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Brief von Queen Elisabeth II. versteigert
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Handgeschriebener Brief aus 1966 richtet sich an passionierte Reiterin.

Ein persönlicher Brief von Königin Elisabeth II. ist um 8.300 Euro ersteigert worden. Den Zuschlag habe eine Dame aus dem europäischen Ausland bekommen, teilte das Stuttgarter Auktionshaus am Samstag mit. Der Startpreis lag bei 2.600 Euro.

Er war laut Auktionshaus von der Monarchin eigenhändig geschrieben und mit “Elizabeth R” signiert, adressiert an ein Londoner Luxushotel, in dem die Empfängerin damals residierte. Die Adressatin Etti Plesch, geborene Maria Gräfin von Wurmbrand-Stuppach (1914-2003), war mit einem wohlhabenden ungarischen Anwalt verheiratet. Ihre ganze Leidenschaft galt dem Pferdesport, was sie eng mit der pferdeverrückten Königin verbunden hat. Gleich zweimal gewannen Tiere aus Pleschs Stall das Epsom Derby, das als prestigeträchtigstes Rennen Englands galt.

Im Lauf ihrer 70-jährigen Regentschaft hat die britische Königin Elisabeth II. unzählige Briefe verschickt, viele davon sehr förmlich, andere persönlich. Die Queen schrieb der “lieben Mrs. Plesch” in nicht besonders ordentlicher Handschrift, sie sei “entzückt von dem hübschen Foto der Sandringhamer Pferde, das ich von Ihnen und Mr. Plesch zu Weihnachten bekommen habe”. Die damals 40-Jährige schließt ihren Dankesbrief mit der Einsicht, dass Geduld bei der Pferdezucht die vielleicht wichtigste Tugend sei – und ein bisschen Glück.

Auch ein Brief von Lady Di

Und der Weg des Schreibens nach Baden-Württemberg? Plesch wohnte eigentlich in Monaco, sie hielt sich aber zu bedeutenden Pferderennen auch oft in ihrer deutschen Heimat auf und besaß wegen der Nähe zur Rennbahn in Iffezheim auch eine Wohnung in Baden-Baden. Nach ihrem Tod wandte sich eine Angestellte mit dem Brief an das Auktionshaus.

Ferdinand Benedikt Eppli vom gleichnamigen Auktionshaus ging von zwei Zielgruppen für den Brief aus, der zu einem Startpreis von 2.600 Euro aufgerufen worden war. “Es gibt die Liebhaber, die es auf Poststücke mit einer interessanten Geschichte oder von prominenten Absendern abgesehen haben”, sagte er vor der Auktion. “Und es gibt die Fans des britischen Königshauses.”

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