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Drei Wochen U-Haft nach Verfolgungsjagd

30.11.2022 • 20:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Angeklagte lieferte sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd in Lustenau, Dornbirn und Fußach. <span class="copyright">Symbolbild Apa/gindl</span>
Der Angeklagte lieferte sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd in Lustenau, Dornbirn und Fußach. Symbolbild Apa/gindl

Vorbestrafter ohne Führerschein verletzte Polizistin und raste einen Monat später der Polizei davon.

Der 29-Jährige wehrte sich nach den gerichtlichen Feststellungen am 3. September gegen die Abnahme seines Autoschlüssels und seine Festnahme und verletzte dabei eine Polizistin. Der über keinen Führerschein verfügende Arbeiter war mit einem nicht zugelassenen Auto mit einem fremden Kennzeichen gefahren.

120 km/h auf Feldweg

Trotz des Vorfalls vom September fuhr der Unterländer auch am 15. Oktober mit einem nicht zugelassenen Pkw mit fremdem Kennzeichen. Hinten auf seinem Zweitfahrzeug hatte er ein Kartonschild als Kennzeichen montiert. Der junge Mann lieferte sich mit der Polizei eine Verfolgungsjagd in Lustenau, Dornbirn und Fußach. Dabei fuhr er nach Angaben von Richter Theo Rümmele auf Feldwegen im Ried mit bis zu 120 Stundenkilometern. Nach 20 Minuten rammte sein Pkw in Fußach hinten ein quergestelltes Polizeiauto, bei dem dadurch ein Schaden von 12.000 Euro entstand.
Der Beschuldigte wurde festgenommen und befand sich wegen Tatbegehungsgefahr drei Wochen lang im Feldkircher Gefängnis in Untersuchungshaft.
Wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung, versuchter schwerer Körperverletzung, schwerer Sachbeschädigung und Urkundenunterdrückung wurde der Angeklagte am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch schuldig gesprochen.

Bedingte Haftstrafe

Dafür wurde der mit zwei einschlägigen Vorstrafen belas­tete 29-Jährige zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von zehn Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 5460 Euro (420 Tagessätze zu je 13 Euro) verurteilt. Als Teilschmerzengeld hat er der Polizistin 500 Euro zukommen zu lassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, denn der von Alexander ­Wirth verteidigte Angeklagte und die Staatsanwältin nahmen drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht 17 Monaten Haft.

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