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Goldrausch auf dem Pop-Olymp

05.12.2022 • 14:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Taylor Swift
Pop-Sängerin Taylor Swift (c) APA/AFP/VALERIE MACON (VALERIE MACON)

Spotify hat wieder seine Jahresbestlisten veröffentlicht.

Alljährlich Anfang Dezember fluten sie vor allem die sozialen Medien: die ganz persönlichen Jahrescharts der Nutzerinnen und Nutzer der Musikstreamingplattform Spotify. Es ist eine beeindruckende Machtdemonstration der dort tätigen Algorithmen. Wie viele Minuten Musik man im Jahr gehört hat, welchen Genres man den Vorzug gegeben hat, welche Lieder bei einem auf Dauerrotation liefen und welche Interpreten. Schön poppig präsentiert und für’s Teilen im Internet prädestiniert. 456 Millionen hat der schwedische Konzern Spotify, der aus dem gigantischen Zahlenkonvolut noch einmal eine globale Jahreshitparade erstellt.

Es sind die Oberen Pop-Zehntausend, die hier abgebildet werden. Jene, die im Gegensatz zu vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern auch bei Spotify Millionen verdienen: Bad Bunny, Taylor Swift, Drake, The Weeknd und BTS waren in dieser Reihenfolge die meist gestreamten Musikschaffenden des Jahres. Der Latin-Star Bad Bunny steuert mit „Un Verano Sin Ti“ auch das meist gestreamte Album bei. Keine Sorge, Harry Styles mischt auch mit, er sorgt mit „As It Was“ für das meistgestreamte Lied, gefolgt von den Glass Animals aus Oxford, deren „Heat Waves“ durch diverse Hitlisten wabert.

Kurios, aber nicht unlogisch: Die Playlist „Country Wedding“ zählte im Frühling eine über 600-prozentige Steigerung an Zugriffen. Eher nicht lustig: Der beliebteste Podcast kommt von Joe Rogan („The Joe Rogan Experience“). Der US-Comedian fällt durch rassistische Äußerungen und ist passionierter Coronaleugner.

Der Jubel und Trubel zum Jahresende wird bei Spotify naturgemäß von der Realität überschattet: Von den 456 Millionen Nutzern haben nur knapp 200 Millionen ein Bezahlabo, der Rest nutzt den Dienst mit Werbeunterbrechungen gratis. Der Großteil der Musikerinnen und Musiker auf der Plattform wird mehr oder weniger finanziell abgespeist.

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