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Internationales Geschäft wird weiter ausgebaut

06.12.2022 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fulterer ist auf die Entwicklung und Herstellung von Schwerlast-Auszugssystemen spezialisiert. <span class="copyright">fulterer</span>
Fulterer ist auf die Entwicklung und Herstellung von Schwerlast-Auszugssystemen spezialisiert. fulterer

Fulterer eröffnete 2021 Niederlassung in Brasilien, jetzt laufen Vorbereitungen für Kanada.

Die Firmengruppe Fulterer mit Hauptsitz in Lustenau setzt auf einen immer noch stärkeren Ausbau ihrer ohnehin schon sehr international ausgerichteten Geschäftsaktivitäten. Wie der neue Fulterer-CEO Andreas Vogel erklärte, habe der Hersteller von Schwerlast-Auszugssystemen gerade erst im Vorjahr in Brasilien die vierte Vertriebsniederlassung außerhalb des europäischen Kontinents eröffnet. Seit vielen Jahren gibt es bereits Vertriebsniederlassungen in den USA sowie in China und Mexiko. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen für die direkte Erschließung des kanadischen Marktes, der derzeit vom US-Standort mitbetreut werde.

90 Prozent Exportanteil

Durch diese immer größer werdende internationale Aufstellung – schon jetzt liegt der Exportanteil jenseits von 90 Prozent – wolle Fulterer nicht nur neue Markt- und Wachstumschancen nutzen. Es gehe auch darum, die unterschiedliche wirtschaftliche Entwicklung von Absatzregionen besser ausgleichen zu können, sagt Vogel.

Fulterer-CEO Andreas Vogel.<span class="copyright"> Fulterer</span>
Fulterer-CEO Andreas Vogel. Fulterer

Diese zeige sich aktuell etwa in den Zukunftsprognosen für die einzelnen Märkte von Fulterer. So gehe man grundsätzlich zwar von einer gedämpften Geschäftsentwicklung in den nächsten Jahren aus, allerdings gebe es deutliche Unterschiede. So seien die Erwartungen für das kommende Geschäftsjahr 2023/24 (April bis März) für den US-Markt sehr positiv. Gleiches gelte speziell für Indien. Aber auch sonst seien die Prognosen der asiatischen Fulterer-Kunden noch eher positiv. „Das große Fragezeichen bleibt China. In Europa, speziell in Deutschland, sind die Aussichten unserer Kunden jedoch eher negativ.“ Allerdings gebe es auch hier wieder unterschiedliche Entwicklungen je nach Absatzbranche und Produktgruppe.

Der Fulterer-Standort in Lustenau. <span class="copyright">Fasching Fotografie</span>
Der Fulterer-Standort in Lustenau. Fasching Fotografie

Das aktuelle Geschäftsjahr 2022/23 verlaufe unterdessen noch rundum zufriedenstellend. Fulterer erwarte ein deutliches Umsatzplus, das jedoch vor allem den notwendigen Preiserhöhungen geschuldet sei. Mengenmäßig bewege sich das Unternehmen auf Vorjahresniveau, so Vogel. Im Geschäftsjahr 2021/22 kam Fulterer auf einen Gruppenumsatz von rund 70 Millionen Euro.

Standorte in der Region

Die Entwicklung und Herstellung der Schwerlast-Auszugssysteme findet an den Fulterer-Standorten in Lustenau und St. Margrethen (CH) statt. Insgesamt werden 250 Mitarbeiter beschäftigt, wobei rund die Hälfte davon am Vorarlberger Stammsitz tätig ist. Fulterer beliefert mit seinen Produkten vor allem Hersteller von Gastronomieeinrichtungen aus Chromstahl und Produzenten von Betriebseinrichtungen wie Werkbänken und Werkzeugschränken.
Maßgeblicher Eigentümer der Firmengruppe Fulterer ist Manfred Fulterer. Er ist neben Andreas Vogel auch als Vorstand tätig, wobei das operative Tagesgeschäft von Andreas Vogel geleitet wird.

Günther Bitschnau/wpa

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