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Atomkraftwerk Krško soll bis 2043 in Betrieb bleiben

16.01.2023 • 13:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Atomkraftwerk Krško soll bis 2043 in Betrieb bleiben
Bei der planmäßigen Wartung sei das Atomkraftwerk für den Betrieb in den nächsten 20 Jahren vorbereitet worden, hieß es.(C) Gen Energija

Laut des Umweltministeriums ist Umweltverträglichkeitsprüfung abgeschlossen.

Das slowenische Umweltministerium hat dem Atomkraftwerk Krško eine Umweltgenehmigung für die Verlängerung der Laufzeit um weitere 20 Jahre über 2023 hinaus erteilt, meldete die Nachrichtenagentur STA am Montag unter Berufung auf eine Aussendung des Ministeriums. Damit ist die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) abgeschlossen, die im AKW nach der vorjährigen Generalüberholung durchgeführt wurde. Der Weiterbetrieb der 1983 in Betrieb genommenen Anlage ist bis 2043 geplant.

Bei der planmäßigen Wartung, die im vergangenen Oktober stattfand, sei das Atomkraftwerk für den Betrieb in den nächsten 20 Jahren vorbereitet worden, hieß es. Die regelmäßigen Generalüberholungen werden jeweils nach 18-monatigem Betrieb durchgeführt. Mit der technologischen Aufrüstung bei der jüngsten Wartung erfülle die Anlage auch die in der EU-Taxonomie festgelegte Kriterien für den langfristigen Betrieb von Kernkraftwerken.

In Erdbebengebiet

Heuer wird in dem Atomkraftwerk auch eine regelmäßige Sicherheitsüberprüfung durch die slowenische Behörde für nukleare Sicherheit abgeschlossen. Diese wird von der Behörde seit 2003 alle zehn Jahre durchgeführt, um den Zustand und die Sicherheit des Kraftwerks für einen weiteren zehnjährigen Betrieb zu prüfen. Die aktuelle Inspektion ist die Voraussetzung dafür, dass das AKW bis 2033 in Betrieb bleiben kann.

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 teilte mit, sie habe die Auflagen mit ihrer slowenischen Partnerorganisation Focus analysiert. Demnach wird die fortschreitende Klimakrise dazu führen, dass der Reaktor in den kritischen Sommermonaten noch weniger verfügbar sei. Bei der Genehmigung würden auch keine Upgrades für die Erdbebensicherheit “des einzigen AKW in einer ‘roten’ hochaktiven Erdbeben-Zone in Europa verlangt”. Die Genehmigung basiere auf bis zu 19 Jahre alten Daten, die von der geologischen Forschung überholt seien. Global 2000 forderte die Bundesregierung auf, “nachdrücklich die notwendigen Sicherheits-Upgrades für den Uralt-Reaktor im Erdbebengebiet einzufordern”.

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