Allgemein

Mascheks satirischer Rückblick auf 2022

16.01.2023 • 19:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Maschek_Das war 2022_Spielboden
Maschek_Das war 2022_Spielboden

Beste Clips aus „Willkommen Österreich“ vertonte ­Maschek am Wochenende.

Den „Wichtigen“ des Landes wird der Ton abgedreht, die Bilder bleiben. Unverkennbar imitieren Peter Hörmanseder und Robert Stachel die Sprechweisen und Gedanken der politisch Mächtigen, fast originalgetreu vertonen sie Worte, Blick, Pausen und Bewegungen und füllen Gespräche mit messerscharfem Wortwitz und entlarvender Satire. Mit fließenden Übergängen werden die herausgeschnittenen Szenen neu zusammengesetzt. Von Jänner bis Dezember führt Maschek das Publikum durch ein satirisch betrachtetes Jahr und auch einen Vorausblick auf 2023 lassen sie sich nicht nehmen.

Synchronisiert. Improvisiert

In Bildsequenzen hat Maschek die „wichtigsten“ Politiker und Fernsehpersönlichkeiten in den Spielboden Dornbirn gebracht, wo Van der Bellen immer wieder die quietschende Tür in der Hofburg öffnet, Nehammer den Mietvertrag unterschreibt, Peter Rapp sich für 5000 Euro mit zehn Impfungen für die Lotterie qualifiziert und Elisabeth Köstinger mit Schafen für Herdenimmunität sorgt. Karl Nehammer ist zeitgleich in Kiew und im ZIB2-Studio, wo sein Gesicht mit einem digitalen „Cry-Effekt“ ausgestattet wird.

<span class="copyright">Stefan Hauer</span>
Stefan Hauer

Aber auch internationale Köpfe schaffen es auf die leider öfter ausfallende Leinwand. König Charles holt sich Rat bei Van der Bellen, der ebenfalls mit 73 über Nacht zum Staatsoberhaupt wurde. „Was wäre zu tun?“ „Relaxen S’ einmal kurz, rauchen S’ eine, ich hab immer einen Tschick im Ohr …“, sagt Van der Bellen und schlägt die Rückgabe der von der „Mutter“ gestohlenen Kunstschätze vor. Anna Netrebko ist mit ihrer Distanzierung beschäftigt, während Erdogan sich bei seinem „Brudi“ Putin bedankt: „Seit du komplett wahnsinnig geworden bist, glauben die Leute, dass ich ein ganz normaler Staatsmann bin.“

Treffend formulieren Hörmanseder und Stachel dahinterliegende Wahrheiten, bedienen sich an den Namen und Titeln der politischen und adeligen Berühmtheiten, um mit kreativen Wortspielereien das Publikum zu unterhalten.

Maschek begeistert mit den teils in Sekunden wechselnden erstaunlich echt klingenden Stimmen, die Zuschauer schon aus „Willkommen Österreich“ kennen. Auch die schwierigsten Themen, die 2022 zu bieten hatte, werden aufgebrochen und in genialen Schmähs scharfsinnig reflektiert.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.