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Anklage: Betrunkene Frau missbraucht

23.01.2023 • 16:34 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
18-Jährige Frau wollte Fotostudio des Angeklagten mieten. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
18-Jährige Frau wollte Fotostudio des Angeklagten mieten. Symbolbild/Hartinger

Der 55-Jährige weist jede Schuld von sich.

Das mit sechs Monaten bis fünf Jahren bedrohte Verbrechen des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen Person wird dem unbescholtenen 55-Jährigen vorgeworfen.

Nach Ansicht von Staatsanwältin Julia Berchtold hat der Angeklagte am 3. Dezember 2021 in seinem Firmengebäude eine betrunkene, sich mehrfach übergebende und aus dem Schlaf auf seiner Couch aufwachende 18-Jährige unten ausgezogen und oral missbraucht.

Verhandlung vertagt

Im Schöffenprozess am Landesgericht Feldkirch erging am Montag noch kein Urteil. Richter Martin Mitteregger vertagte die Verhandlung. Der Angeklagte gab zu Protokoll, er sei nicht schuldig. Verteidiger Henrik Gunz sagte, das mutmaßliche Opfer sei eine Lügnerin und beantragte einen Freispruch.

Der Richter vertagte am Montag die Verhandlung. <span class="copyright">Symbolbild/Steurer</span>
Der Richter vertagte am Montag die Verhandlung. Symbolbild/Steurer

Die 18-jährige Rumänin wollte das Fotostudio des Angeklagten mieten. Für Nacktaufnahmen von Frauen für einen Escortservice, sagte als Zeugin die Mutter des damaligen Freundes der 18-Jährigen. Die 55-Jährige ist auch die Mutter der Patenkinder des Angeklagten. Von der 55-Jährigen und der 18-Jährigen machte der Angeklagte am angeklagten Tatabend 800 Probeaufnahmen.

Bruder des Freundes informiert

Nachdem sich die 55-Jährige verabschiedet hatte, wurde die 18-Jährige einige Zeit später vom Bruder ihres Freundes abgeholt. Ihm berichtete sie, sie sei vom Angeklagten gegen ihren Willen oral missbraucht worden.

Angeklagter: Slip in den Mund gesteckt

Eine gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass Speichel des Angeklagten auf der Unterhose der 18-Jährigen gefunden wurde. Wie seine Spuren auf ihren Slip gelangt sind, erklärte der Angeklagte vor Gericht so:  Sie sei nach dem Abschied der 55-Jährigen wieder einmal aus seiner Firmentoilette herausgekommen, in der sie sich mehrmals übergeben habe. Dieses Mal sei sie aber nackt gewesen. Sie habe ihm ihren Slip in seinen Mund gesteckt, den er danach sofort auf den Boden geworfen habe. Er räumte ein, diese Erklärung klinge auf den ersten Blick weniger plausibel als der Verdacht auf eine sexuelle Handlung.

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