Kommentar

Katharina Liensberger muss jetzt liefern

23.01.2023 • 19:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Katharina Liensberger muss jetzt liefern
GEPA

Ein Kommentar zum Trainerwechsel bei Katharina Liensberger.

Seit dem beigelegten Materialstreit im Herbst 2019 genießt Katharina Liensberger beim ÖSV eine vertragliche Sonderstellung, die ihr Freiheiten und Extras garantiert. Diese Sonderstellung hat sie in der Saison 2020/21 mit den Weltmeistertiteln im Slalom und im Parallelbewerb sowie nicht zuletzt mit dem Gewinn des Slalomweltcups gerechtfertigt. Liensberger war das Gesicht des ÖSV-Damenteams. Alle waren zufrieden – denn wer große Erfolge liefert, kann auch Forderungen stellen.


Aber: Liensberger konnte ihr hohes Niveau aus dem Winter 2020/21 nicht halten. Ein Weltcuprennen hat sie seither gewonnen, zwei weitere Mal war sie auf dem Podest, in Summe schaffte sie es sechs Mal in die Top Fünf. Diese Ergebnisse wiederum reichen nicht für eine Sonderstellung, auch wenn sie bei den Olympischen Spielen Silber im Slalom und Gold im Teambewerb holte. Denn das sind zwar großartige persönliche Erfolge, aber sie genügen nicht, um in einer Skination wie Österreich gleicher als alle anderen zu sein, zumal sie im Riesenslalom stagniert.


Liensberger ist in einem schwachen ÖSV-Damenteam zur Mitläuferin geschrumpft, die Beendigung der Zusammenarbeit mit Livio Magoni als ihren persönlichen Trainer hat die Göfnerin schon vor Wochen medial forciert. Jetzt wird Liensberger wieder in das ÖSV-Trainingsteam eingegliedert – und muss liefern. Sonst ist sie ihre Sonderstellung beim ÖSV endgültig los.

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