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Schneechaos und Sturm in Slowenien und Kroatien

24.01.2023 • 12:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tief verschneite Fahrbahn in Kroatien.
Tief verschneite Fahrbahn in Kroatien. (c) IMAGO/Xinhua (IMAGO/Matko Begovic/PIXSELL)

Windspitzen bis 150 km/h sorgten für Autobahnsperren in Kroatien und Slowenien. Im Hafen Koper wurde Schiffen die Einfahrt untersagt.

Tausende Haushalte am Dienstag noch ohne Strom.

Nur sehr langsam lassen bei Kärntens Nachbarn in Slowenien und in Kroatien die Schneefälle und der Sturm an der Adriaküste etwas nach. Bis 25 Zentimeter Neuschnee werden aber am Dienstag noch erwartet und an der Küste kann es noch Windspitzen von bis zu 90 km/h geben. Die Bora sorgte am Montag mit 150 km/h für Verkehrsbehinderungen und Sperren entlang der Adriaküste. In Nova Vas im Hochtal Bloke in Innerkrain fielen am Montag 72 Zentimeter Schnee, in den Landesteilen Koroška und Štajerska wurden zwischen 30 und 50 Zentimeter gemessen. In den Bergregionen Kroatiens und Sloweniens besteht erhöhte Lawinengefahr.

Wegen der Bora musste am Montag der Hafen in Koper die Einfahrt für alle Schiffe stoppen. Hafenkapitän Vladmir Vlahović sagt im Interview mit Regional.tv: “Ab 60 km/h müssen wir die Einfahrt untersagen, weil es sonst zu gefährlich wäre, Verankerungen könnten reißen und Schiffe dann unkontrolliert gegeneinander stoßen. Geschlossen ist der Hafen aber nie, das würde nur im Kriegsfall passieren, wir sind in ständigem Kontakt mit den Schiffen im slowenischen Hoheitsgebiet.”

Gesperrt waren auch die Autobahnen von Ljubljana in Richtung Küste. Ausweichen war über Regionalstraßen möglich. Am Dienstag gilt weiterhin ein Fahrverbot für Autobusse und Pkw mit Anhänger und Motorräder. Ein Video in sozialen Medien zeigt deutlich warum:

An Grenzübergängen zu Kroatien und Slowenien bildeten sich kilometerlange Staus.

Stromausfälle

Im Landesinneren von Slowenien sorgte vor allem Schneebruch für Feuerwehreinsätze. Laut zurnal.si mussten Einsatzkräfte von 43 Feuerwehren insgesamt 116 Mal ausrücken, 130 Bäume sind umgestürzt und verursachten so Straßensperren. Es gab neun Ausfälle der Strom- und Telekommunikations-Infrastruktur. In der Nacht von Montag auf Dienstag waren 5000 Haushalte zwischen Pohorje und Kozjak ohne Strom, etwa 1000 weitere Haushalte sind um Maribor am Dienstag ohne Stromversorgung.

In Kroatien ist weiterhin der starke Wind für Behinderungen verantwortlich. Auf vielen Autobahnen gelten Fahrverbote für Doppeldecker-Autobusse und Fahrzeuge mit Anhängern. Der Schnee ist mittlerweile in Regen übergegangen und sorgt laut Vecernji list für rutschige Fahrverhältnisse. Nicht notwendige Fahrten mit dem Pkw sollen laut Autofahrerklub HAK tunlichst vermieden werden.

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