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Urlaub in Kroatien wird teurer als in Spanien oder Griechenland

05.04.2023 • 12:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Blick auf den Hafen von Rovinj in Kroatien.
Blick auf den Hafen von Rovinj in Kroatien. (c) IMAGO/imagebroker (IMAGO/imageBROKER/alimdi / Arterra)

Verband der Familienunterkünfte schlägt Alarm: Kroatien sei um 25 Prozent teurer als andere Sommerurlaub-Destinationen in Europa.

“Wir sind heuer 25 Prozent teurer als die Konkurrenz, nicht nur bei den Übernachtungen, auch bei allen anderen relevanten Angeboten”, schlägt die Präsidentin des Verbandes der Familienunterkünfte in Kroatien, Barbara Marković, bei einem Pressegespräch mit ausländischen Medien Alarm. “In einem griechischen Restaurant zahlt man für die teuerste Flasche Wein etwa 25 Euro, in Split 50 Euro”, so Marković und erklärt weiter, dass das alleine noch kein Problem wäre, wenn Kroatien sich als “Boutique-Destination” positionieren könnte. Doch Kroatien sei ein typisches Familienurlaubsziel und stehe für Massentourismus, so die Tourismusexpertin.

“Preise steigen täglich”

Die Unterkunftskosten an der kroatischen Küste stiegen in den letzten zwei Jahren um 30 Prozent. Für ein Appartement, das vor zwei Jahren noch 70 oder 80 Euro pro Nacht gekostet habe, müssen Urlauber dieses Jahr mindestens 100 Euro einkalkulieren, berichtet Marković. “Die Preise sind aufgrund unterschiedlicher wirtschaftlicher Faktoren und gestiegener Energiepreise höher. So sei es mittlerweile in Dalmatien unmöglich, eine Reinigungskraft für weniger als 20 Euro pro Stunde zu finden, sagte Marković: “Kroatien ist jetzt ein teureres Reiseziel als Spanien und Griechenland und die Preise steigen täglich.

Rekordjahr

2022 war noch ein Rekordjahr im kroatischen Tourismus. Besonders erfolgreich war Dubrovnik, so Marković: “Dubrovnik wird seit mehreren Jahren als Luxusdestination beworben, wo die Gäste mit dem Flugzeug anreisen. Istrien wiederum ist durch die Nähe zu den wichtigsten Herkunftsländern wie Österreich und Deutschland noch gut besucht. In Dalmatien hinken aber vor allem in der Vorsaison die Umsätze bereits hinterher.

Online-Plattformen meiden

Urlaubern empfiehlt die Verbandspräsidentin, Online-Plattformen für die Buchung von Unterkünften zu meiden und Vereinbarungen direkt mit den Eigentümern zu treffen. Damit könne man 20 Prozent sparen, sagt Marković und fügt hinzu, dass es natürlich günstiger sei, wenn man die Unterkunft bereits in der Vorsaison buche. Den Vermietern empfiehlt sie wiederum, Einheimische mit Rabatten zur Buchung in der Vorsaison zu animieren.