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Helene. Walter & wir

Helene Fischer war atemlos. Walter Röhrl beeindruckt. Und wir ziehen nach 20.000 Kilometern Bilanz: Wie gut ist der VW Golf Sportsvan tatsächlich?

Medial kam der Hochdach-Golf bisher prächtig über die Rampe. Auf allen Bühnen freundlich begrüßt, bügelte der Sportsvan in nahezu allen Vergleichstests von Fachzeitschriften die Wettbewerber. Und auch werbemäßig hatte Volkswagen gründlich durchgeladen. Deutschlands Superstar Helene Fischer als Werbebotschafterin in Österreich zu verpflichten, war zweifellos ein Coup, wobei der Schuss fast nach hinten losgegangen wäre: Der – zugegebenerweise – etwas pickig anmutende TV-Spot erzürnte die Fans des populären Schlager-Engels und löste einen mittleren Shitstorm aus, der die gute Helene beinahe aus dem Cockpit geblasen hätte.

Klarer Befund

Zur Seite eilte ihr Walter Röhrl, der sich in der Zeit unseres halbjährigen Dauerlaufs den Sportsvan schon früh zur Brust genommen und danach zu Wort gemeldet hatte. Wie immer mit einem klaren Befund. Röhrl, der schon dem 7er-Golf Rosen streute und Reife und Qualität lobte, stellte dem familienfreundlichen Derivat ein Top-Zeugnis aus. Die leise Kritik, die unser Cheftester anklingen ließ, überraschte uns nicht. Leider, Walter: Als Allradler – 4Motion – wird der Sportsvan nämlich nicht angeboten.

Unsere Bilanz nach 20.000 Kilometern deckt sich über weite Strecken mit dem Röhrl-Urteil. Zum Beispiel in der Frage, ob und wie der praktische Golf den Schatten seiner Vergangenheit loswurde, litt sein pummeliger Vorgänger – der Golf Plus – doch unter dem Image, der Opa-Golf zu sein. Fakt ist: Der Sportsvan ist jetzt alles, bloß kein Biedermann mehr. Das klare, kantige Design sorgt für einen ernsthaften und dynamischen Auftritt, die Proportionen passen, rundherum wirkt alles sehr stimmig. Ist die optische Wandlung hin zu mehr Chic und Sportlichkeit gut angekommen, versuchte Volkswagen dagegen erst gar nicht, das Grundkonzept des Vorläufers zu verändern. Was wir besonders zu schätzen lernten: der bequeme und geschmeidige Einstieg, die erhöhte Sitzposition, die damit verbundene famose Übersicht, aber auch die Helligkeit (10 Seitenfenster!), die für ein Van-Feeling und gute Laune sorgen. Da sind die Zentimeter-Zugaben speziell in Höhe (13 cm), aber auch in Länge und Breite gegenüber dem Kompaktklassen-Bestseller spürbar, unsere Gäste im Fond spendeten fleißig Applaus.

Kein Huster

In den eiligen sechs Monaten machte der Sportsvan keinen einzigen Huster. Alles paletti, wir verpassten keinen Termin und erledigten Baumarkt-Transporte mit links. Die 110 PS starke 1,6-Liter-TDI-Maschine erwies sich in Verbindung mit dem 7-Gang-DSG als solider Gleiter und sparsamer Partner (5,2 Liter im Schnitt), auch der Preis ist zu schlucken. Fazit: ein hochbegabter Golf – wenngleich ein kleines Plus an Leistung zu diskutieren wäre. Zum Charakter eines Sportvans würde der stärkere Diesel einfach besser passen.

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