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Schnörkellos und heiß begehrt

Mit dem Beginn der Wandersaison stehen sie wieder hoch im Kurs: Jene unverwüstlichen Begleiter, die sich weder vor Wasser noch vor harten Stößen oder dem tiefen Fall fürchten. Der Markt für „Outdoor-Smartphones“ ist heute ein heiß umkämpfter. Worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Von Roman Vilgut und Markus Zottler

Sie wirken träge und machen trotz Dual-Kameras tendenziell maximal durchschnittliche Bilder. Dafür sind sie außergewöhnlich widerstandsfähig und gehen weder vor harten Stößen noch luftigen Höhen in die Knie. Außerdem liegen sie mächtig im Trend, speziell an Tagen wie diesen, wo der Frühling ins Land zieht und damit langsam auch die Wandersaison beginnt.

Die Rede ist von sogenannten „Outdoor-Smartphones“, gewissermaßen den Haudegen unter den digitalen Alleskönnern. Hersteller wie Ulefone, Samsung, Blackview, AGM oder die Baggerfirma Caterpillar – die ihren Namen dem Produzenten Bullitt leiht – bedienen mit ihren schnörkellosen Geräten heute zwar eine Nische, aber eine rasch wachsende.

Während der Absatz von traditionellen Smartphones stagniert, prognostizierte das Marktforschungsinstitut CCS Insight Outdoor-Smartphones für 2017 ein Wachstum von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach der Urbanisierung der Jack-Wolfskin-Jacke könnten die fest gerahmten Handys also einen ähnlichen Weg einschlagen.

Auch wenn sie optisch nicht mit den aktuellen Flaggschiffen von Samsung, Apple & Co. mithalten können, so überzeugen die Geräte umso stärker durch Funktionalität. Mittels magnetischer Konnektoren (z. B. bei Crosscall ActionX3) lassen sich die Smartphones beispielsweise einfach an Fahrräder oder Autos andocken, Wärmebildkameras (CAT S61) oder besonders starke Akkus (Ulefone Armor X) sorgen für zusätzlichen Charme.

Weil der Wettbewerb am Markt zunehmend härter wird, wollen die Hersteller indes mit unterschiedlichen Zertifikaten die Zuverlässigkeit ihrer Geräte untermauern. Auf den ersten Blick der härteste Standard ist der MIL-STD-810, eine Norm des US-Militärs. Er umfasst nahezu jeden Umwelteinfluss, von Temperaturschock und Pilzbefall bis zu Säure. Auf 800 Seiten ist ausführlich aufgelistet, wie die Geräte getestet werden müssen. Das einzige Problem: Es gibt keine Test-Verpflichtung. Hersteller die ihr Gerät nach MIL-STD-810 bauen, müssen nicht beweisen, dass es den Anforderungen auch gerecht wird.

Anders ist das bei IK- und IP-Zertifikaten. Die IK-Skala gibt die Stoßfestigkeit an und reicht von 00 bis 10. Outdoor-Smartphones haben üblicherweise einen IK02-Grad. Die IP-Schutzklassen sind eine internationale Norm für Elektronik. IP 68 bedeutet bei Smartphones, dass sie vor dem Eindringen von Staub und gegen dauerhaftes Untertauchen geschützt sind.

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