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Wertvolle Tipps für Gartenfreunde

17.09.2020 • 16:50 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Das Setzen von Blumenzwiebeln im Herbst sorgt im Frühling für bunte Überraschungen.<span class="copyright"> Harald Rammel </span>
Das Setzen von Blumenzwiebeln im Herbst sorgt im Frühling für bunte Überraschungen. Harald Rammel

Die Basis und der Schutz sind essentiell für einen guten Garten-Frühling.

Wer im Garten arbeitet und sich auf den Winter vorbereitet, ist immer froh über hilfreiche Tipps. In dieser „Gartenlust“ finden sie auf den verschiedenen Seiten Hinweise, wie sie im Herbst mit ihren Pflanzen umgehen wollen. Drei besondere Gartentipps wollen wir ihnen aber auf dieser Seite noch näherbringen. Es handelt sich dabei um die Vorarbeit für ein blühendes Frühjahr, richtiges Zusammenbinden und Saat von Wintergemüse.

Basis für bunten Frühling

Blumenzwiebeln für ein blühendes Frühjahr werden im Oktober in den Boden gepflanzt. Belohnt wird man mit besonders frühen Blüten, ideal für Mensch und Bienen. Blumenzwiebeln wirken schön im Blumenbeet oder gruppenweise im Rasen. Der Boden ist dabei gut zu lockern und sollte durchlässig sein. Bei größeren Pflanzungen entfernt man den Oberboden, legt die Zwiebeln und Knollen aus und überfüllt sie anschließend mit Erde. Kleinere Stückzahlen werden einzeln gelegt, indem man mit einer Schaufel oder einem Blumenzwiebelleger die Zwiebeln an Ort und Stelle platziert. Die Pflanztiefe hängt von der Knollenhöhe ab. Die obere Spitze sollte etwa doppelt so hoch mit Erde überdeckt sein, wie die Knolle selbst hoch ist. Hat man Wühlmäuse im Garten, sollte man die Zwiebeln in Drahtkörben oder mit Mäusegitter schützen.

Am natürlichsten wirken die Frühjahrsblüher bei unregelmäßiger Anordnung, niemals in Reih und Glied legen! Muscari, wilde Tulpen, Narzissen, Krokus & Co. verwildern mit der Zeit, was besonders adrett aussieht.

Schutz vor Schneebruch

Große Schneemengen sind eine Gefahr für Gehölze. Es kann bei starkem Schneefall zu Astbruch kommen, mit großen Wunden und nachhaltiger Schädigung der Pflanzen. Abhilfe schafft hier das rechtzeitige Zusammenbinden der Sträucher bzw. ein fachlich korrekter Heckenschnitt. Beim Heckenschnitt muss die Krone unbedingt schmäler als die Basis sein. In schneereichen Regionen ist sogar eine spitz ausgeführte Heckenkrone, vergleichbar mit einem Giebeldach, empfehlenswert. Das bietet dem Schnee nur wenig Auflagefläche. Regelmäßiges Abschütteln bei großen Schneemengen entlastet die Gehölze. Freistehende Sträucher bindet man wie große Ziergräser vorsichtig zusammen. Ausladende Astpartien kürzt man dabei ein.

Neben Schnee droht im Winter auch Gefahr durch Frost. Immergrüne Sträucher sind bei offenem Boden gelegentlich zu wässern. In praller Sonne verhindert eine Beschattung, das Blattbereiche zurücktrocknen. Baumstämme schützt man durch einen Kalkanstrich bzw. durch südseitig platzierte Bretter vor starken Temperaturschwankungen auf der Oberfläche, die zu tiefen Frostrissen führen können.

Gemüsetipp

Frei werdende Beete im Kleingewächshaus müssen im Winter nicht ungenützt bleiben. In ungeheizten Gewächshäusern lassen sich Anfang Oktober zum Beispiel noch Rucola, Nüssli, verschiedene asiatische Senfkohle oder Spinat ansäen beziehungsweise pflanzen. Auch Schnittsalate treiben noch schmackhafte Blätter hervor.

Wichtig bei der Winterkultur ist, die Gewächshäuser gut zu lüften! Die genannten Kulturen halten sogar leichte Fröste problemlos aus. Empfindlicher sind sie bei zu viel Feuchtigkeit. Daher im Winter nur vorsichtig wässern. Am besten erst dann, wenn die Pflanzen zu welken beginnen. Wässern Sie nur an sonnigen Tagen. Die Pflanzen sollen möglichst rasch wieder abtrocknen. Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch oder bei zu langer Blattnässe, stellen sich Pilzkrankheiten wie Grauschimmel oder Falscher Mehltau ein. Befallene Pflanzenteile sorgfältig entfernen und für ausreichend Luftzufuhr sorgen. Sinken die Temperaturen dauerhaft unter die Frostgrenze, helfen ein bis zwei Lagen Gartenvlies, ein günstiges Kleinklima zu schaffen.