Besser leben

Wenn Katzenfilter die Verhandlung stört

10.02.2021 • 12:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Traurig statt proffesionell: Diese Katze blickte Richter und Anwälten via Bildschirm entgegen.
Traurig statt proffesionell: Diese Katze blickte Richter und Anwälten via Bildschirm entgegen. Youtube.com/Screenshot

“I’m not a cat”: Anwalt erschien in ungewohntem Aufzug vor Gericht.

Der neueste Anzug, das beste Hemd: Wer vor Gericht erscheinen muss, legt besonders viel Wert darauf sich möglichst seriös zu präsentieren – auch wenn die Verhandlung krisenbedingt online stattfinden muss. Einem Anwalt im US-amerikanischen Bundesstaat Texas ist das mehr als misslungen. Und das sorgt in den Weiten des Internets derzeit für viele Lacher.

Dort erschien Anwalt Rod Ponton als Babykatze mit Kulleraugen in einem Zoom-Meeting. Grund dafür war ein Filter, der aus Versehen aktiviert war. Die Erklärungsversuche des Anwalts, machten die Situation nur noch skurriler: “Ich bin hier, live, ich bin keine Katze!”

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Aber wie war es zu diesem Fauxpas gekommen? Gegenüber “CNN” erklärte der Anwalt später, dass er den Computer seiner Assistentin für die Anhörung genutzt hatte. Vermutlich hatte deren Tochter zuvor für einen Anruf den Katzenfilter aktiviert.

Lachen hilft

Mittlerweile kann Rod Ponton über den Vorfall lachen: “Anfangs war ich noch etwas verärgert, aber dann habe ich realisiert, dass die Geschichte viral geht und habe versucht, mit dem restlichen Land darüber zu lachen. Ich glaube, wir alle brauchen gerade bisschen Humor.”

Die Anwesenden verhielten sich trotz der skurrilen Situation möglichst professionell: “Beim Anschauen des Videos sieht man, dass ihn niemand verspottete oder auslachte. Das zeigt die Professionalität und Würde, die diese Richter zu den virtuellen Anhörungen mitbringen”, sagte der zuständige Richter, Roy Ferguson.

Ein wertvoller Tipp

Kollegen gab er daraufhin via Twitter auch einen Rat mit auf den Weg: “Wenn ein Kind Ihren Computer vor einer virtuellen Anhörung benutzt hat, überprüfen Sie die Video-Einstellungen, um sicherzugehen, dass kein Filter aktiviert ist.

Dass ein Video wie dieses im Netz landet, ist dennoch etwas verwunderlich. Denn eigentlich sind Aufnahmen während derartigen Live-Streams verboten. Online gestellt wurde das Video allerdings vom Gericht selbst.

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