Besser leben

Mit Geduld, Gespür und viel Liebe

06.04.2021 • 12:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Tomaten aus eigener Aufzucht brauchen viel Feingefühl und Aufmerksamkeit. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Tomaten aus eigener Aufzucht brauchen viel Feingefühl und Aufmerksamkeit. Stiplovsek

Saftige Tomaten aus eigenem Anbau dürfen im Sommer nicht fehlen.

Bevor das Projekt „Tomaten aus dem eigenen Garten“ angegangen wird, muss sichergestellt sein, dass alle Utensilien bereitliegen. Saubere Töpfe, Erde, Etiketten zur Beschriftung und natürlich allerlei Saatgut sind beim Gärtner ihres Vertrauens zu erstehen, der dann auch noch das ganze Spektrum des Saatguts erklären kann. Immerhin gibt es mehr als 5000 Tomatensorten.

Jungpflanzen müssen mit einem Etikett versehen werden, um die Sorten wiederzuerkennen. Was schmeckt, kommt im nächsten Jahr wieder in den Topf. <span class="copyright">Rammel</span>
Jungpflanzen müssen mit einem Etikett versehen werden, um die Sorten wiederzuerkennen. Was schmeckt, kommt im nächsten Jahr wieder in den Topf. Rammel

Eine wertvolle Empfehlung der Gärtner ist Aussaaterde zu verwenden. Gerne greift so mancher Gartenfreund zu Komposterde, die aber nicht die notwendigen Voraussetzungen für das Anpflanzen von Tomaten mit sich bringt. Komposterde enthält zu viele Nährstoffe für die zarten Würzelchen.
Sollten noch Töpfe zu Hause herumliegen, können auch diese verwendet werden. Es gilt nur darauf zu achten, dass diese auch gut mit heißem Wasser gereinigt wurden.

Die Sämlinge müssen dann verpflanzt werden, um mehr Platz zu bekommen. <span class="copyright">Rammel</span>
Die Sämlinge müssen dann verpflanzt werden, um mehr Platz zu bekommen. Rammel

Die keimfreie Aussaaterde kommt dann in den Topf. Um die Erde etwas festzudrücken, kann ein zweiter Topf verwendet werden. Wenn die Erde bis ungefähr einen Zentimeter unter dem Rand des Gefäßes ist, wird sie mit einer leichten Brause erstmals gegossen. Im Gegensatz zum Gießen nach der Aussaat werden dadurch keine Samen aus dem Topf geschwemmt. Nun müssen die Samen verteilt werden. Pro Samenkorn braucht es einen Quadratzentimeter Platz.

Milde Temperaturen

Folglich wird die Aussaat mit einer ganz dünnen Schicht Erde zugedeckt. Deshalb nur ganz dünn, da Tomaten Lichtkeimer sind, aber die Erdschicht bewahrt die Samen vor dem Austrocknen. Die Erde dann leicht andrücken und wiederum vorsichtig mit einem Sprüher befeuchten. Ein Frischhaltebeutel, der über den Topf gestülpt wird verhindert das rasche Austrocknen der Erde. Nicht zu vergessen ist die Beschriftung, denn nur so kann man beliebte von eher unbeliebten Sorten unterscheiden und in den Folgejahren weiter anpflanzen. Der Topf soll am wärmsten Platz im Raum stehen, schließlich brauchen die Samen der Tomate, ähnlich wie jene der Paprika, über 20 Grad, um am besten zu keimen.

Mit einem Thermometer kann die Temperatur gut überwacht werden. Wird es zu warm, muss man für Abkühlung sorgen. <span class="copyright">Rammel</span>
Mit einem Thermometer kann die Temperatur gut überwacht werden. Wird es zu warm, muss man für Abkühlung sorgen. Rammel

Die kommenden sechs Wochen werden dann eine Herausforderung. Die Temperatur bis zum Auspflanzen muss Schritt für Schritt auf 15 Grad minimiert werden. Gleichzeitig scheint aber die Sonne durch das Fenster und sorgt für zusätzliche Wärmeeinstrahlung. Eine Möglichkeit ist die Pflanze ab einer gewissen Außen­temperatur nach draußen zu stellen oder die Gegebenheiten im Raum mit der Öffnung des Fensters zu regulieren. Es braucht aber ständige Aufmerksamkeit, denn zu kühl darf es für die Tomaten auch nicht sein. Um zügiges Wachstum sicherzustellen, bedarf es zusätzlich gleichmäßigen Wässerns. Das harmonische Zusammenspiel von Licht, Wärme und Wasser entscheidet über die Qualität der eigenen Pflanzen.
Anfang Mai gibt es dann Grund zur Freude. Der Aufwand hat sich gelohnt und die Pflanzen dürfen in den Garten. Anfang Juli sollten dann die ersten Früchte aus dem eigenen Anbau zu ernten und zum Verzehr geeignet sein.

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