Besser leben

Wackelige Zukunft und zögerliche Reiselust

25.06.2021 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Neben Flügen nach Frankfurt wird der Flugplan nach und nach mit Urlaubsdestinationen gespickt.<span class="copyright">Flughafen Friedrichshafen</span>
Neben Flügen nach Frankfurt wird der Flugplan nach und nach mit Urlaubsdestinationen gespickt.Flughafen Friedrichshafen

Passagierzahlen in Friedrichshafen deutlich unter Vor-Corona-Niveau.

Der Bodensee-Airport in Friedrichshafen ist der südlichste Verkehrsflughafen Deutschlands und ist unweit von Österreich, Schweiz und Liechtenstein entfernt. Knapp 500.000 Passagiere verzeichnete der Flughafen vor der Pandemie. Letztere traf den Airport mit voller Wucht. „Wir hatten rund 75 Prozent weniger Passagiere in 2020“, informiert Bodensee-Airport Sprecher Wolfgang John.

Der Flughafen Friedrichshafen musste aufgrund dessen und der eingetretenen Überschuldung im Februar in ein vorläufiges Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eintreten. Der Verkauf des Flughafengrundstücks soll nun dem Bodensee Airport das Überleben sichern.

Teilweise kein Linienflugverkehr

In 2020 fand zeitweise überhaupt kein Linienflugverkehr statt. Der Flughafen war jedoch geöffnet und hat Privatflieger sowie die Zeppelin-Rundflüge betreut. Der Linienflugverkehr wurde Ende Mai/Anfang Juni 2020 wieder aufgenommen.

Ab dieser Woche ergänzen touristische Destinationen den Flugplan – Rhodos, Mallorca, Antalya, Kayseri, Kreta, Skopje und Tuzla werden fix angeflogen. „Und es könnte noch eine Erweiterung folgen“, verrät John.

Gut für alle Reisefreudigen, möchte man meinen. Doch die Passagierzahlen sind immer noch deutlich unter jenen vor der Pandemie, auch wenn sich eine Erholung abzeichnet. „In Zeiten von unklaren Ein- und Ausreisebestimmungen fliegt man nicht. Das wird jetzt klarer“, sagt John.

Hygienekonzept

Am Flughafen wird ein Hygienekonzept umgesetzt. „Im Wesentlichen ist es das AHA (Abstand halten, Hygiene beachten, im Alltag Maske tragen, Anm.)“, berichtet John. In Deutschland gilt – anders als in Österreich – keine FFP2-Masken-Pflicht. MNS reicht aus. Auch die 3G-Regel ist nicht verbreitet. Am Airport gibt es keine Testmöglichkeit. Die Maßnahmen an Board obliegen der jeweiligen Airline. Grundsätzlich gilt auch dort Maskenpflicht.

Keine erhöhte Ansteckungsgefahr

Im Flieger selbst herrscht keine erhöhte Ansteckungsgefahr, heißt es. Durch die hocheffizienten Klimaanlagen an Bord werden innerhalb von zwei bis drei Minuten die vorhanden Luftmassen durch frische Luft ersetzt.
Ob sich die Ticketpreise erhöht haben? „Meine persönliche Meinung ist nein“, lautet Johns Einschätzung.

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