Sport

„Das habe ich nicht vergessen“

16.06.2020 • 07:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das 1:4 der Altacher gegen die Admira am 19. Oktober 2019 war damals die achte Niederlage im elften Meis­terschafts­spiel. Seitdem haben sie in 15 Partien nur noch vier weitere Male verloren.<br><span class="copyright">Stiplovsek</span>
Das 1:4 der Altacher gegen die Admira am 19. Oktober 2019 war damals die achte Niederlage im elften Meis­terschafts­spiel. Seitdem haben sie in 15 Partien nur noch vier weitere Male verloren.
Stiplovsek

Der Cashpoint SCR Altach trifft heute (18.30 Uhr) auswärts auf den FC Admira.

Zwei Rechnungen hat Altach-Trainer Alex Pastoor mit der Admira noch offen. Beide kann er in dieser Woche begleichen. Denn die Altacher treffen in den Spielen fünf und sechs der Qualifikationsgruppe zwei Mal aus das Team aus dem Wiener Umland. Im Grunddurchgang besiegte die Admira zwei Mal den SCR Altach. In der Cashpoint-Arena gewann der aktuell Tabellenvorletzte im Oktober gegen die Hausherren mit 4:1. Das Ergebnis spiegelte jedoch auf Sicht des Altach-Coachs nicht den Spielverlauf wider. „Wir haben damals sehr schlecht gespielt, sie waren aber eigentlich noch schlechter. Wenn wir schlecht spielen, aber gewinnen, verbiete ich meinen Spielern in der Kabine zu siegen. Die Admira hat gesungen. Das werde ich nicht vergessen“, erinnert sich der Niederländer. Auch im zweiten Duell – dem letzten Altach-Spiel vor der Corona-Pause – gewannen die ­Ostösterreicher glücklich mit 2:0. Es ist die bis dato einzige Niederlage der Altacher im Jahr 2020.

Trainer Alex Pastoor hat mit der Admira zwei Rechnungen offen. <span class="copyright">Gepa</span>
Trainer Alex Pastoor hat mit der Admira zwei Rechnungen offen. Gepa

Sanfte Rotation

Mit Ausnahme von Philipp Netzer meldeten sich alle Altach-Akteure fit für das heutige Spiel. Pastoor hat damit weiter die Qual der Wahl, wen er in die Startaufstellung beordert. Grund für allzu viele Wechsel hat der 53-Jährige außer zwecks der Schonung von Stammkräften ohnehin nicht. Somit könnte Johannes Tartarotti, der gegen St. Pölten etwas müde wirkte, eine Pause gegönnt werden, Kandidaten auf seinen Platz im halbrechten Mittelfeld sind Jan Zwischenbrugger oder Alain Wiss. Marco Meilinger, der bei seinen Joker­einsätzen noch glücklos wirkte, dürfte in den kommenden Partien noch häufiger statt Sidney Sam zum Einsatz kommen. Den Deutschen braucht man nämlich spätestens im Europa-League-Play-off wieder in Höchstform. So weit will der Trainer jedoch noch nicht in die Zukunft blicken. Zunächst gilt es, den ers­ten Platz in der Qualfikationsgruppe abzusichern, aktuell liegt Austria Wien nur einen Punkt hinter den Altachern. Mit sechs beziehungsweise acht Zählern Rückstand sind auch die restlichen vier Teams der Gruppe noch nicht entscheidend abgehängt. Allerdings lautet der Alltag der Admira, Tirol, Mattersburg und St. Pölten Kampf gegen den Abstieg.

Unkonstant

Die Admira präsentierte sich zuletzt als „Wundertüte“. Auf gute Auftritte wie bei Austria Wien (0:1) oder in St. Pölten (3:0) folgten desaströse Vorstellungen wie zuletzt zu Hause gegen Tirol (0:3). „Wir müssen alles besser machen“, ist sich Admira-Coach Zvonimir Soldo sicher, der Kroate hält die Altacher für das spielerisch stärkste Team der Qualifikationsgruppe. Gesungen haben die Altacher gegen die Admira allerdings noch nicht.