Sport

Keine Verstärkungen zum Auftakt

05.01.2021 • 21:25 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Kapitän Philipp Netzer (links) versucht vor Testspieler Julian Klar am Ball zu sein. <span class="copyright">paulitsch</span>
Kapitän Philipp Netzer (links) versucht vor Testspieler Julian Klar am Ball zu sein. paulitsch

Der SCR Altach startete gestern in die Vorbereitung für die Frühjahrssaison.

Bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt nahmen die Altacher gestern ihr erstes Training zur Vorbereitung auf das Frühjahr auf. Anders als es Sportdirektor Christian Möckel geplant hatte, fehlten dabei personelle Verstärkungen. Ein bis drei Neuzugänge wünscht sich der 47-Jährige, bevor am 24. Jänner der Auftakt der Rückrunde mit der Begegnung gegen Salzburg wartet. „Ich hoffe, dass wir in dieser Woche einiges finalisieren können, damit zu Beginn der zweiten Trainingswoche ein oder zwei Spieler dabei sind“, erklärte der Deutsche.
Ein potenzieller, aber wohl unwahrscheinlicher Name lautet Dimitri Oberlin. Dem 23-Jährigen, der bereits 2016 bei Altach für Furore sorgte, wurde von den Rheindörflern ein Angebot unterbreitet, nachdem sein Vertrag bei Basel aufgelöst wurde. „Wir sind in der Nahrungskette dahinter. Wir müssen abwarten, ob er bessere Angebote hat“, erklärte Möckel die Chancen auf eine feste Verpflichtung. In jedem Fall sollen aber Offensivkräfte mit Tempo den Weg in die Cashpoint-Arena finden. Für den Defensivbereich wird ein Akteur gesucht der Verantwortung und Organisation übernimmt und damit für mehr Stabilität sorgen soll.

Johannes Tartarotti (m.) war bei der ersten Trainingseinheit besonders gut gelaunt. <span class="copyright">paulitsch</span>
Johannes Tartarotti (m.) war bei der ersten Trainingseinheit besonders gut gelaunt. paulitsch

Keine Abgänge geplant

Auf der Abgabenseite soll sich, nach der Vertragsauflösung mit Frantz Pangop zu Beginn der Winterpause, nicht mehr viel ändern. „Es ist noch kein Spieler auf mich zugekommen, der den Verein verlassen möchte. Es gibt keinen Spieler, den wir unbedingt abgeben wollen“, erklärte der Sportdirektor zudem.
Für personelle Veränderungen im Kader bleibt Zeit bis zum 8. Februar. Dann schließt das Transferfenster im österreichischen Fußball seine Pforten. Aber auch in der Folgezeit wird auf Möckel noch viel Arbeit zukommen, endet der Kontrakt doch von gleich einigen Altach-Profis. „Bei einigen Spielern haben wir Optionen. Das werden wir uns anschauen und dann unsere Entscheidungen treffen“, führte er aus.

Pass- und Ballübungen standen auf dem Programm. <span class="copyright">Paulitsch</span>
Pass- und Ballübungen standen auf dem Programm. Paulitsch

Probleme bei Wiss

Bei der ers­ten Übungseinheit im neuen Jahr legte Trainer Alex Pastoor den Fokus auf technische Ball- und Passübungen. Mit Ausnahme von Alain Wiss und Samuel Oum Gouet waren alle Altach-Akteure am Platz. Den Schweizer plagen dabei nach wie vor Fitnesssorgen. „Ein Problemfall ist und bleibt Alain Wiss, der Probleme mit dem Oberschenkel hat und vor der Winterpause kaum über 90 Minuten spielen konnte. Mit ihm müssen wir vorsichtig sein“, erklärte Pastoor. Gouet wartete nach seiner Rückkehr aus Kamerun noch auf den Bescheid seines PCR-Tests.
Mit an Board war mit Julian Klar auch ein Testspieler. Der 20-jährige Innenverteidiger wartet seit Sommer auf einen neuen Kontrakt. Zuletzt agierte der von BW Linz ausgeliehene Defensivmann bei der zweiten Auswahl von Hannover 96 in der Regionalliga Nord in Deutschland.

Trainer Alex Pastoor (r.) im Gespräch mit seinem Co-Trainer Martin Bernhard. <span class="copyright">paulitsch </span>
Trainer Alex Pastoor (r.) im Gespräch mit seinem Co-Trainer Martin Bernhard. paulitsch

Zug in Bewegung bringen

In den kommenden Wochen will der niederländische Übungsleiter den Fokus auf Energie und Spielfreude einerseits und andererseits auf Disziplin legen. „Wir müssen mehr Disziplin, Kampf und Organisation auf den Platz bringen. Jede Mannschaft schaut erst auf die Defensive“, erläuterte der 54-Jährige seine Schwerpunkte. Der Glaube an die Qualität der Mannschaft ist dabei ungebrochen. „Alle im Kader können gut Fußball spielen, haben aber nicht das Optimum abgerufen. Nun müssen wir den Zug in Bewegung bringen. Jeder der an Bord sein will, ist dabei. Jemand, der nur mitfahren will, muss aussteigen“, fand der sportliche Verantwortliche einen Vergleich.
Eine erste Kostprobe, ob der Zug in Bewegung gebracht werden kann, erfolgt am 16. Jänner im Spiel gegen den FC St. Gallen. Ort und Zeit für diese Begegnung stehen ebenso noch aus, wie der zweite Testspielgegner.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.