Sport

Wie die Offensive belebt werden soll

27.01.2021 • 07:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dem Hinspiel drückte Zlatko Dedic (l.) mit seinen beiden Treffer den Stempel auf. In Tirol läuft es für die Altacher zumeist besser. <span class="copyright">GEPA/Lerch</span>
Dem Hinspiel drückte Zlatko Dedic (l.) mit seinen beiden Treffer den Stempel auf. In Tirol läuft es für die Altacher zumeist besser. GEPA/Lerch

Im Auswärtsspiel tritt Altach heute (18.30 Uhr) bei WSG Tirol an.

Das Auftaktprogramm ins Frühjahr hätten sich die Altacher wohl angenehmer vorstellen können. Nach der Heimniederlage gegen Salzburg wartet zwar mit der WSG Tirol vom Namen her kein großer Gegner, von den Resultaten her aber ein Team mit großem Selbstvertrauen. Und dennoch müssen unbedingt Punkte im Westderby her, um die Lücke zu den anderen Kontrahenten zu verringern. Mut machen dabei lediglich die vergangenen Auftritte im Tivoli Stadion.

Zum Frühjahrsauftakt setzte es eine wenig überraschende Heimniederlage gegen Salzburg. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Zum Frühjahrsauftakt setzte es eine wenig überraschende Heimniederlage gegen Salzburg. GEPA/lerch

Salzburg light

Denn zuletzt gab es zwei Erfolge in Innsbruck, welche allerdings aus der vergangenen Spielzeit datieren. In dieser Saison setzte es hingegen eine 0:2-Schlappe im Rheindorf. Und während die Vorarlberger bisher erfolglos nach ihrer Form suchen, starteten die Tiroler glanzvoll ins neue Jahr. Bereits in der Vorbereitung jubelte das Team von Trainer Thomas Silberberger über drei Siege und bei den Gegnern handelte es sich mit FC Salzburg und den tschechischen Erstligavertretern Sigma Olmütz sowie 1. FC Brünn um keine Dilettanten.
Das Glanzstück folgte am Sonntag mit dem 4:2-Erfolg über den LASK, womit sich die Sportgemeinschaft zunächst in der oberen Tabellenhälfte etabliert. Lob gab es daher auch vom Altach-Trainer Alex Pastoor: „Sie sind die ganze Saison sehr stabil. Sie spielen in einem 4-4-2-System und sind eine Art Salzburg light. Das ist als Lob gemeint.“

Altach-Trainer Alex Pastoor streut dem heutigen Gegner Rosen. <span class="copyright">GEPA</span>
Altach-Trainer Alex Pastoor streut dem heutigen Gegner Rosen. GEPA

Das Problem mit der Offensive

Nachdem seine Mannschaft gegen Salzburg zumindest in der Defensive über Strecken gut organisiert stand, muss sich in der Offensive noch einiges in Bewegung setzen. Denn mit lediglich einem Torschuss wird es auch gegen Tirol nicht reichen. „Meine Vision: Man muss öfter am Ball mit zwei oder drei Kontakten spielen, als mit einem“, erklärte der niederländische Übungsleiter, was heißen soll, dass mehr Ruhe in das Spiel mit der Kugel kommt. „Wobei Ruhe vielleicht nicht das richtige Wort ist. Es soll aggressiv sein, man soll mit dem Ball nach vorne schauen und sich freilaufen. Wenn man immer Anspielstationen hat, dann sieht es ruhig aus“, versuchte es der 54-Jährige in Worte zu fassen. Von einer Unsicherheit seiner Stürmer aufgrund ausbleibender Torerfolge wollte Pastoor allerdings nichts wissen.
Definitiv nicht aushelfen wird in Zukunft Dimitri Oberlin, dem Altach bereits vor Wochen ein Vertragsangebot unterbreitet hatte. Der 23-Jährige unterschreibt bis zum Sommer bei der zweiten Mannschaft des FC Bayern München in der 3. Liga.

Nach seiner Gelb-Rot-Sperre muss Stefan Haudum (Mitte) heute pausieren. <span class="copyright">GEPA/lerch</span>
Nach seiner Gelb-Rot-Sperre muss Stefan Haudum (Mitte) heute pausieren. GEPA/lerch

Sperre von Stefan Haudum

Beschäftigen wird den Trainer sicherlich auch das Mittelfeld. Durch den Ausfall von Stefan Haudum aufgrund seiner Gelb-Rot-Sperre wird eine Planstelle frei. Zwar kehrt Samuel Oum Gouet ins Aufgebot zurück, ein Startelf-Einsatz kommt für den Kameruner allerdings zu früh. Und da auch Johannes Tartarotti und Alain Wiss ausfallen, könnte Jan Zwischenbrugger das Loch füllen und als Sechser agieren. Zudem fehlen nach wie vor Berkay Dabanli und Daniel Nussbaumer. Auch sonst könnte Pastoor aufgrund der Belastung etwas durchrotieren.

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