Sport

Einen Punkt noch verschenkt

27.04.2021 • 23:01 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
<strong>Sascha Horvath (l.) enteilt für einmal der Altacher Hintermannschaft. <span class="copyright">apa</span></strong>
Sascha Horvath (l.) enteilt für einmal der Altacher Hintermannschaft. apa

In den Schlussminuten kassieren die Altacher den Gegentreffer zum 1:2.

Nein, das Glück wollte nicht zu den Altachern zurückkehren. Am Samstag blieb ihnen noch ein Elfmeter in den Schlussminuten verwehrt, nun kassierten die Rheindörfler kurz vor dem Enden zweiten Gegentreffer, was die 1:2-Auswärtsniederlage besiegelte. Dabei musste sich das Team von Trainer Damir Canadi gestern selbst an der Nase fassen, wirkten die Hartberger in der Schlüsselszene einfach gedankenschneller, während die Gäste für einen Moment abschalteten.
Der Ball landete nämlich in der 85. Minute im Seitenaus, wurde jedoch von den Hausherren wieder schnell ins Spiel gebracht. Dadurch konnte Rajko Rep den eingewechselten Lukas Ried bedienen, der die Kugel sehenswert ins lange Eck schlenzte. Da die beiden anderen Partien jeweils torlos endeten, rücken St. Pölten und die Admira wieder näher an die Vorarlberger heran, die nur mehr drei Punkte Vorsprung zum Tabellenende haben.

Daniel Maderner (l.) wird perfekt von Manfred Fischer (r.) bedient und darf ins verwaiste Tor einschieben. <span class="copyright">GEPA</span>
Daniel Maderner (l.) wird perfekt von Manfred Fischer (r.) bedient und darf ins verwaiste Tor einschieben. GEPA

Turbo einschalten

Dabei hatten sich die Altacher einen klaren Plan zurechtgelegt und diesen kompromisslos verfolgt. Den Oststeirern wurde Spielfeld und Ballbesitz überlassen, der Fokus richtete sich auf die eigene Defensive und ein schnelles Umschaltspiel. Selbst die offensiven Akteure hielten sich zumeist tief in der eigenen Hälfte auf.
Doch bei Ballgewinn wurde der Turbo eingeschaltet und gleich beim ersten Versuch netzte Daniel Maderner ein. In der 9. Minute fand Marco Meilinger nach einem Solo die Schnittstelle und bediente Manfred Fischer ideal, der vor Torhüter Rene Swete nur mehr querlegen musste und Maderner durfte sich bedanken. Fischer hätte in der 16. Minute nachlegen können, scheiterte dieses Mal allerdings an Swete. Erneut hatte Meilinger den Gegenstoß initiiert.

Stefan Haudum (l.) kommt bei seinem Blockversuch gegen Rajko Rep etwas zu spät. Der Versuche verfehlt den Kasten allerdings. <span class="copyright">GEPA</span>
Stefan Haudum (l.) kommt bei seinem Blockversuch gegen Rajko Rep etwas zu spät. Der Versuche verfehlt den Kasten allerdings. GEPA

Überrumpelt

Doch auch die Hausherren nutzten gleich ihre erste Gelegenheit in Minute 22. Dieses Mal ließen sich die Altacher im Konter überrumpeln. Sowohl Manuel Thurnwald, als auch Stefan Haudum, der in die Innenverteidigung gerückt war, kamen gegen Sascha Horvath zu spät und mussten ihn ziehen lassen. Am Strafraum legte dieser quer und Tobias Kainz bedankte sich für den großzügigen Freiraum und erzielte den Ausgleich.
Im Anschluss pendelte sich die Begegnung auf einem mäßigen Niveau ein. Zwar gab es auf beiden Seiten noch Annäherungen, die großen Chancen blieben vorerst aber aus. Haudum klärte noch direkt vor dem Pausenpfiff per Kopf für Martin Kobras, die Kugel hätte aber ohnehin nicht den Weg in den Kasten gefunden.

Manuel Thurnwald setzt sich gleich gegen zwei Hartberger durch. Außer einem Freistoß gelang dem Rechtsverteidiger sonst aber wenig. <span class="copyright">apa</span>
Manuel Thurnwald setzt sich gleich gegen zwei Hartberger durch. Außer einem Freistoß gelang dem Rechtsverteidiger sonst aber wenig. apa

Kräfte sammeln

Nach dem Seitenwechsel agierte Hartberg noch offensiver. Doch ebenso wie der Versuch von Kainz (59.) ging auch jener von Rep (62.) über den Kasten von Kobras. Dabei hätte bei diesen Abschlüssen durchaus mehr heraussehen können.
Doch auch die Altacher wurden nochmal bei Swete vorstellig und näherten sich seinem Tor an. Zunächst rettete der Rückhalt bei einem Freistoß von Thurnwald (72.) mit seinen Fingerspitzen, wobei ihn der Pfosten unterstützte, dann zeigte er eine starke Parade gegen Fischer (73.). Der 25-jährige Mittelfeldakteur nahm den Ball dabei halbvolley aus vollem Lauf und hätte damit auch das Kreuzeck getroffen. Doch der Rückhalt sicherte seinem Team zunächst den Punkt, und Ried nutzte dann eben noch den Sekundenschlaf der Altacher aus.
Nun haben die Rheindörfler eineinhalb Wochen Zeit, Kräfte zu sammeln und sich wieder voll auf den Abstiegskampf zu fokussieren. Denn gerade in den Schlussminuten fehlte doch bei einigen Altachern der unbedingte Wille für einen Punktezuwachs.

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