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Lesestoff für den Nachwuchs

Wie fühlt sichdas Lebentatsächlich an?

Tammie ist krank. Sie hat ein Aneurysma in ihrem Gehirn, das jederzeit platzen kann. Sie selbst beschreibt es als tickende Zeitbombe in ihrem Kopf. Ihre beste Freundin Pat steht ihr immer zur Seite. Eigentlich führt Tammie ein normales Leben, aber eben diese Angst, jederzeit sterben zu können, muss sie aushalten.

Pat ist oft ziemlich direkt und meint, dass dieses Risiko alle Menschen haben, und in solchen Momenten ist Tammie froh, sie zur besten Freundin zu haben. Eine ernste oder traurige Situation kann Pat immer auflockern. Dadurch versiegen die Tränen der Mädchen.

Tammie streift gerne über Friedhöfe, dort sammelt sie Grabsprüche. Meist fotogra­fiert sie, was ihr gefällt. Sie sieht sich die Steine an und liest die Namen, die darauf eingraviert sind. Für ihre eigene Beerdigung möchte sie einen Spruch suchen, der zu ihr passt. Manchmal verliert sie die Orien­tierung und findet den Ausgang nicht gleich. Um nicht in Panik zu geraten, setzt sie sich in solchen Momenten hin und wartet, bis es ihr besser geht. Dabei lernt sie Fynn kennen, der auf dem Friedhof arbeitet. Er kontrolliert, ob Grabsteine locker sind und befestigt werden müssen. Fynn hat immer seinen Hund dabei. Und mit der Zeit merkt Tammie, dass ihr der Junge gefällt.

Mit der Gewissheit, dass Tammie plötzlich sterben kann, müssen sich alle um sie herum abfinden. Ihre Eltern und auch ihr älterer Bruder Ben. Manchmal ist Tammie genervt, dass alle immer Rücksicht auf sie nehmen. Ben ist dauernd schlecht gelaunt, denn er fühlt sich vernach­lässigt, seit Tammie die Aneurysma-Diagnose hat. Tammie beginnt ihre Kindheit loszulassen und mistet Stofftiere und Kinderkleidung aus. Dadurch fühlt sie sich bereit für Neues.

Tammie und Fynn werden ein Paar. Mit dem sympathischen Fynn kommt endlich wieder Lebensfreude in die 16-jährige Tammie. Diese Begegnung stellt die Liste der Dinge, die sie in ihrem Leben noch erreichen wollte, gehörig auf den Kopf.

Dieser Jugendroman erzählt eine herz­ergreifende Story und ist absolut empfehlenswert. Das Romandebut der Autorin ist gelungen. Sie hat einen Schreibstil, der den Leser anspricht und sehr flüssig ist. Die lockere Art verpackt ein durchaus ernstes Thema in eine Geschichte, die dennoch witzig ist. Maria Faber

Ruth Olshan, „All die schönen Dinge“, Verlag Oetinger, ISBN: 978-3-7891-0371-1, empfohlenes Lesealter ab 13 Jahren.

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