Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Ökologische Dächer braucht das Land

Jeder redet von Ökologie, jeder mahnt die Beachtung ökologischer Kriterien an. Die wenigsten Menschen leben jedoch ökologisch. ­Dabei ist es für jeden möglich, Puzzleteile zusammenzutragen.

Daniel Meusburger

Im eigenen Garten hat es jeder in der Hand, wie er mit der Natur umgeht, welchen ökologischen Fußabdruck er hinterlässt. Mit der Verwendung heimischer Pflanzen kann ein Schritt in diese Richtung getan werden, ebenso mit Kompostwirtschaft und vorsorglicher Bodenpflege. Ein weiterer Puzzlestein wäre ein Verzicht auf die Versiegelung von Flächen. Verzicht hört niemand gerne, dabei wäre dieser Verzicht ein echter Gewinn für alle.

Kann Wasser in den Boden eindringen, wird es dort eine Zeit lang zurückgehalten und steht den Pflanzenwurzeln zur Verfügung.

Positiver Effekt. Begrünte Flächen sind wesentlich kühler als geteerte. Dieser positive Effekt kann auch auf den Dächern genutzt werden. Lässt es die Dachneigung zu, kann Leben auf das Dach gebracht werden.

Keine Angst, es muss jetzt keiner den Dachstuhl abtragen, um sein Gewissen zu beruhigen. Aber bei der Errichtung eines Holzschopfes, eines Bienenhauses, Carports und ähnlichem kann an die Begrünung leicht von Beginn an mitgedacht werden. So reduziert sich versiegelte Fläche Quadratmeter um Quadratmeter. Starke Regengüsse werden von den Dächern teilweise aufgesogen, und nur ein Bruchteil davon rinnt sofort in den Kanal und flutet das Land. Die Bepflanzung verbraucht diese Feuchtigkeit und gibt den Großteil als Wasserdampf an die Umgebung zeitversetzt ab. Das bringt im Sommer ebenso die erwünschte Kühlung.

Ist das Dach richtig gebaut, erhöht sich durch die Bepflanzung dessen Lebensdauer. Allerdings müssen Planer, Zimmerleute, Spengler und Gärtner hier Hand in Hand arbeiten. Dann klappt das bestens.

Leichtes Gefälle. Ich empfehle, die Dächer mit einem leichten Gefälle zu bauen. Das verhindert nasse Senken und ermög­licht es überschüssigem Wasser, abzurinnen. Solche Dächer können auch problemlos begangen werden, sollten Pflegearbeiten notwendig sein. Isolierung und Abdichtung der Dachhaut wird am besten einem Profi überlassen, der über das erforderliche Fachwissen verfügt. Darüber wird eine Dränageschicht aufgebracht, und darauf kommt dann das Dachsubstrat.

Erde. Wir verwenden eine bewährte Erdmischung, die leicht, aber nährstoffreich ist. Diese Erde sackt nicht zusammen, was den Pflanzenwurzeln sehr entgegenkommt. Je nach Art der Bepflanzung passen wir das Substrat und die Aufbringstärke an. Extensivere Bepflanzungen aus trockenheitsverträglichen Pflanzen, beispielsweise Sedum-Kräuter-Gemischen, kommen bereits mit einer dünnen Erd­auflage zugange. Diese Begrünung ist kaum schwerer als eine Ziegeleindeckung. Kleine Flächen werden von Hand gepflanzt oder Sedumsprossen ausgestreut. Bei größeren Flächen arbeiten wir mit spezieller Spritztechnik, die Sämereien kostengünstig ausbringt. Ein spezieller Kleber hält diese feucht und ermög­licht ein rasches Einwurzeln.

Bis die Pflanzen die Flächen vollständig bedecken, dauert das einige Monate. Danach muss jedoch nur noch einmal im Jahr anfliegendes Unkraut entfernt und im Frühjahr eine leichte Düngung ausgebracht werden.

Das Beste an der Dachbegrünung ist: Es ist nicht nur ökologisch, es sieht auch noch lässig aus. Da kann kein Kiesdach der Welt mithalten.

<p class="caption">Begrünte Dächer sehen gut aus und haben einiges an Vorteilen zu bieten.</p>

Begrünte Dächer sehen gut aus und haben einiges an Vorteilen zu bieten.

„Lässt es die Neigung zu, kann Leben in Form von Grün auf die Dächer gebracht werden.“

Daniel Meusburger, Daniel Garten & Landschaftsbau, Bezau
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.