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Evangelium

Fest der Freude und des Glaubens

 AP/Matthias Rietschel

 AP/Matthias Rietschel

Am ersten Tag der Woche kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grabe weggenommen war. Da lief sie schnell zu Simon Petrus und dem Jünger, den Jesus liebte, und sagte zu ihnen: Man hat den Herrn aus dem Grab weggenommen, und wir wissen nicht, wohin man ihn gelegt hat. Da gingen Petrus und der andere Jünger hinaus und kamen zum Grab; sie liefen beide zusammen dorthin, aber weil der andere Jünger schneller war als Petrus, kam er als Erster ans Grab. Er beugte sich vor und sah die Leinenbinden liegen, ging aber nicht hinein. Da kam auch Simon Petrus, der ihm gefolgt war, und ging in das Grab hinein. Er sah die Leinenbinden liegen und das Schweißtuch, das auf dem Kopf Jesu gelegen hatte; es lag aber nicht bei den Leinenbinden, sondern zusammengebunden daneben an einer besonderen Stelle. Da ging auch der andere Jünger, der zuerst an das Grab gekommen war, hinein; er sah und glaubte. Denn sie wussten noch nicht aus der Schrift, dass er von den Toten auferstehen musste.

Johannes 20, 1–9

Ostern – Fest der Freude und des Glaubens. So heißt es in diesen Tagen und alle wünschen sich frohe Ostern und alles Gute. Aber so recht können wir mit diesen Tagen nicht viel anfangen. Weihnachten ist uns im Grunde viel lieber mit seinem lieblichen Licht und dem kleinen Kind, mit den schönen langen und dunklen Abenden. Man kann dem Gefühl so freien Lauf lassen und sich dabei ohne Anspruch noch wohlfühlen. Doch die Tage der Karwoche und das Osterfest sind erfüllt vom harten Licht des aufbrechenden Jahres, sie sind erfüllt von so viel harter Realität, dass viele davor zurückschrecken und sich nicht der harten Realität des Lebens stellen wollen.

Ostern ist der Prüfstein unserer Hoffnung, die nicht beweisbar, sondern nur erfahrbar ist und so vielen nur äußerlich lieblichen Eindrücken widersteht, das Eigentliche erfragt und sucht.

Ostern als der Tag meiner eigenen Auferstehung aus all dem Dunklen und Schweren meines Lebens, Ostern ist Bestätigung meines Glaubens.

Ostern ist Aufbruch aus all den Toden unseres Lebens, Aufbruch zu all dem Schönen, Glücklichen und Befreienden, Aufschwung zu neuen Ufern, die uns seit damals gegeben sind. Wir dürfen all dem Leben, all dem Positiven eine Chance geben und dürfen sie nützen im Wissen, dass die Gräber des Egoismus und des Bösen geöffnet sind und das Leben – seit jenem Ostermorgen vor den Toren Jerusalems – zum Leben gekommen ist.

Ostern ist die Antwort Gottes auf all das Tote und Unfreie, das unsere Welt auch heute noch erfüllt, es ist seine Antwort auf all die negativen Haltungen der Menschen, es fördert all das, was Menschen hilft zu geglückten Leben in der Partnerschaft, der Familie, der Gemeinschaft untereinander.

Ostern lässt uns wieder mit jener Hoffnung erfüllen, die Zukunft gibt, ohne die wir Menschen tot sind. Ich wünsche Ihnen zu solch einem Fest des Glaubens alles Gutes und in diesem Sinn: Frohe und gesegnete Ostern!

<p class="caption">Josef Bertsch, Pfarrer von Bludenz, Bings und Stallehr</p>

Josef Bertsch, Pfarrer von Bludenz, Bings und Stallehr

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