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Gesellschaft & Wirtschaft

Über das Spiel und die Bildung

Markus Herburger, Steuer­berater und Wirtschaftsprüfer, Univ.-Dozent Feldkirch

Markus Herburger, Steuer­berater und Wirtschaftsprüfer, Univ.-Dozent Feldkirch

Spielen ist die höchste Form des Forschens“, so lautet ein Satz von Albert Einstein. Was in der Spielgruppe noch gefördert, im Kindergarten durch zu viele vorgegebene Tagesabläufe und Bildungsrahmenpläne unterbrochen wird und in unseren Sitzschulen dann vollends zu kurz kommt, ist das Spiel als ein hohes Gut für die Bildung unserer Kinder. Spielen ist etwas Ernstes. Spielen ist ein Zustand ohne Angst. Damit kann unser Gehirn unglaubliche Dinge leisten und neue Dinge schaffen. Das braucht unverplante Zeit.

Warum lernen Kinder bis zum Eintritt in die Schule so „spielend“ und dann plötzlich nur noch widerwillig? Weil sie dann zum ersten Mal etwas machen müssen, was sie nicht selbst wählen können und zu wenig erfassen und erfahren dürfen. In welcher Einrichtung dürfen Kinder zumindest teilweise mitentscheiden, wann sie was machen dürfen?

Das Gegenteil von Spiel ist nicht die Arbeit, sondern das Funktionieren als Absenz von Kreativität. Das altgriechische Wort für Muße war scholé, das heutige Wort für Schule. Die Antike sah in dieser Muße die entscheidende und erstrebenswerte Weise des Daseins überhaupt. Es war keine leere Zeit, sondern eben die Zeit, über die man frei verfügte und die man konzentriert und kreativ nutzen konnte. Eigentlich nichts anderes als das freie Spiel heute.

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