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Die Ausweitung der Wohlfühlzone

Auch vom Schlafzimmer aus geht es auf die Terrasse. Im Sommer wird diese eifrig genutzt.

Auch vom Schlafzimmer aus geht es auf die Terrasse. Im Sommer wird diese eifrig genutzt.

Wer etwas erreichen will, muss den eigenen Komfortbereich verlassen, heißt es. Günter und Kornelia Koch sind einen anderen Weg gegangen: Sie haben sich viel Platz zum Entspannen und Genießen geschaffen.

Von Johannes Hofer

Veränderungen in Sachen Wohnen gehören oft zu den großen Einschnitten im Leben. Bis der nötige Mut dazu angesammelt ist, dauert es manchmal eine Weile. „Es war ja nicht alles schlecht“, bemerkt Günter Koch (62), wenn er an das frühere Erscheinungsbild seines Hauses zurückdenkt. Und ist doch froh, dass „kein Stein auf dem anderen geblieben ist“, wie er sagt. Mit seiner Frau Kornelia (56) hat er sich in Feldkirch-Tosters quasi sein eigenes kleines Reich geschaffen.

Von Grund auf. Vor zwei Jahren fassten die beiden den Entschluss, ihr Domizil umfassend zu sanieren. Günter Koch hatte das Haus noch während seiner ersten Ehe errichten lassen und damals in Eigenregie viele Arbeiten selbst übernommen.

Nach 30 Jahren sei es nun an der Zeit gewesen, das Gebäude zu erneuern. Endlich, im dritten Anlauf. „Ich jammere ja schon rum, seit ich Günter kenne“, sagt Kornelia mit einem Augenzwinkern. Seit zwölf Jahren sind die beiden ein Paar, seit einem Jahrzehnt verheiratet. Wichtig war den Kochs bei dem Projekt, dass alles von Grund auf renoviert wird. „Wenn nichts am Haus getan wird, ist es irgendwann eine Bruchbude. Und mit Teilsanierungen wird man nie fertig“, ist sich Günter Koch sicher.

Eine Hauptaufgabe bei der Sanierung: weite offene Räume schaffen. Oftmals wurden kleinere Zimmer zusammengelegt, um neuen Platz zu schaffen. Aufmerksamkeit erregt dabei vor allem der großzügige Wohn- und Essbereich, der über einen alten Kachelofen („das Herz des Hauses“) quasi fließend in die Küche übergeht.

„Wir sind ja eine große Patchworkfamilie mit sechs Kindern. Teilweise sind auch schon Enkel da“, erklärt Kornelia Koch, wenn sie Besuchern diese Räumlichkeiten zeigt. Zwar ist der Nachwuchs zum größten Teil schon ausgeflogen, aber das Ehepaar genießt es, Verwandte und Bekannte einzuladen. Da wird schon einiges an Platz benötigt. „Kein Problem“ ist es für die Dame im Haus nun, wenn sich für das Wochenende eine ­20-köpfige Gesellschaft mit entsprechend großem Hunger ankündigt.

Kommunikationszentrum. Durch eine Glasschiebetür geht es von der Küche auf die neu entstandene überdachte Terrasse. Hier befindet sich „das Kommunikationszentrum des Hauses, zumindest im Sommer“, wie Kornelia berichtet. Während eine Sitzecke hinter einem Sichtschutz aus Zierpflanzen zum Verweilen einlädt, führt eine Steintreppe in die weiteren Außenbereiche des „Koch’schen Reichs“. Dort sind ein Genussgarten mit allerlei Obstsorten und ein Whirlpool zu finden.

Letzterer wird gerade jetzt, wo es kälter wird, gern genutzt, erzählt das Paar. Baden lässt es sich indes auch innerhalb der Hausmauern vorzüglich. Da genügend Platz zur Verfügung stand, war es Günter und Kornelia Koch wichtig, „eine Wellnessoase, nicht nur einen Reinigungsraum“ zu schaffen.

Um sich ganz entspannen zu können, haben die Hausherren hier auf ein ausladendes Waschbecken, eine große Dusche und eine freistehende Badewanne gesetzt. Von dieser aus bietet sich die Aussicht auf die Drei Schwestern und den Margarethenkapf. Zudem ist das Badezimmer über einen Gang mit Toilette, Ankleideraum und Schlafzimmer verbunden.

Neues Gefühl. Platz steht in der Wohnstatt von Familie Koch mehr als genug zur Verfügung – immerhin hat das Gebäude drei Geschosse. Bei der Sanierung wurde allerdings darauf geachtet, dass eine komplett ebenerdige und rollstuhlgerechte Wohnung entsteht. „Es weiß ja niemand, was die Zukunft bringt.“ Nun hat das Ehepaar in jeder Hinsicht ein „Haus zum Altwerden“.

„Ich komme so gern heim“, beschreibt Kornelia Koch das Gefühl, das sie seit der Renovierung hat. „Mir geht es anders. Ich gehe nur noch sehr ungern weg“, meint ihr Mann Günter und grinst. Einige Zeit hat es gedauert, bis der Mut für eine Zäsur da war. Es hat sich gelohnt, da sind sich die beiden sicher: „Wir haben genau das, was wir uns gewünscht haben.“

<p class="caption">Seit etwa einem Jahr leben Günter und Kornelia Koch im frisch sanierten Haus.</p>

Seit etwa einem Jahr leben Günter und Kornelia Koch im frisch sanierten Haus.

<p class="caption">Rechts: In der Küche wird gekocht, genascht und gelacht. Oben: Blick von der Terrasse.Klaus Hartinger (11)</p>

Rechts: In der Küche wird gekocht, genascht und gelacht. Oben: Blick von der Terrasse.
Klaus Hartinger (11)

<p class="caption">Die Beleuchtung sorgt für ein wohliges Ambiente.</p>

Die Beleuchtung sorgt für ein wohliges Ambiente.

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