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Bestnoten für das heimische Wasser

Die Österreicher trinken mehr Wasser als je zuvor und geben Bestnoten für die Qualität. Der Widerstand gegen Privatisierung ist weiterhin groß.

Jeder Österreicher trinkt pro Tag im Durchschnitt 1,8 Liter Wasser – das ist ein halber Liter mehr als noch vor zehn Jahren. Wie aus dem am Donnerstag präsentierten „Wasserreport 2014“ hervorgeht, erhält das heimische Trinkwasser von den Konsumenten auch Bestnoten: 60 Prozent der Befragten bezeichnen die Wasserqualität als „sehr gut“, weitere 26 Prozent vergeben die Note Gut.

„Für die österreichische Bevölkerung ist es selbstverständlich, den Wasserhahn aufzudrehen und Wasser von höchster Qualität nutzen zu können. Sie ist sich dieser begünstigten Situation aber durchaus bewusst“, sagt Gabriele Hoffmann, Geschäftsführerin von Hoffmann & Forcher – Marketing Research, die die Untersuchung im Auftrag der ÖVGW (Österreichische Vereinigung für Gas- und Wasserfach) durchgeführt hat. Obwohl Trinkwasser in Österreich in ausreichenden Mengen vorhanden ist, gehen die Konsumentinnen und Konsumenten nach eigenen Angaben nicht verschwenderisch mit dem Leitungswasser um.

Immerhin 41 Prozent machen sich trotz der hohen Zufriedenheit mit dem Trinkwasser Gedanken über die Sicherung der Qualität. Laut Umfrage fordern sie entsprechende Umweltschutzmaßnahmen, strenge Kontrollen und mehr Wasserschutzgebiete. Aber auch Maßnahmen, die jeder selbst umsetzen kann, wie die Verwendung von weniger Chemikalien im Haushalt oder auch das richtige Entsorgen von Öl, werden angeführt.

Vorsorgewerte

Das Trinkwasser unterliegt übrigens dem Lebensmittelrecht und damit der Lebensmittelaufsicht, „eine österreichische Besonderheit“, wie Wolfgang Zerobin, ÖVGW-Vizepräsident und Chef der Wiener Wasserwerke, erklärt. Aus diesem Grund handle es sich bei Grenzwerten für allfällige Schadstoffe um Vorsorgewerte: Sie sind so angesetzt, dass bei lebenslangem Genuss kein Schaden entsteht.

Die größte Befürchtung gilt einer Verteuerung, die durch das Gewinnstreben privater Versorger ausgelöst werden könnte – 85 Prozent sprechen sich gegen Privatisierungen aus. 1000 Liter Wasser kosten in Österreich durchschnittlich 1,50 Euro. Zwei Drittel der Konsumenten empfinden den Preis als angemessen, 15 Prozent als „eher niedrig“.

De Beurteilung der Wasserversorgungsunternehmen fällt mit einem Mittelwert von 1,5 überdurchschnittlich gut aus. Geschätzt werden vor allem die Zuverlässigkeit und das Verantwortungsbewusstsein. Ebenso wird der sehr gute Service gelobt. Das Image der Wasserversorger ist nach Ansicht der Befragten jedoch etwas verstaubt – in Sachen Innovation sie durchaus noch Aufholbedarf.

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