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Ex-Krankenpfleger steht wegen Mordes vor Gericht

Patienten wurde Überdosis eines Medikaments gespritzt. Weitere 200 Fälle werden untersucht.

OLDENBURG. „Es tut mir wirklich leid“, sagte der 38-jährige Ex-Krankenpfleger, als er sich gestern vor dem Landgericht Oldenburg erstmals selbst ausführlich zu den Vorwürfen äußerte. Der Mann soll Patienten eine Überdosis eines Herzmedikaments gespritzt haben, sodass diese wiederbelebt werden mussten.

Zu seinen Motiven sagte er vor Gericht: „Es war eine Anspannung da und eine Erwartungshaltung, was passiert gleich.“ Nach einer erfolgreichen Wiederbelebung habe er sich gut gefühlt. Wenn der Patient gestorben sei, sei er jedoch niedergeschmettert gewesen. Dann habe er sich vorgenommen, keine tödlichen Notfälle mehr auszulösen. Das Gefühl habe aber nicht lange angehalten. „Das verblasste mit der Zeit.“ Der Angeklagte aus Delmenhorst soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. Der Angeklagte habe sich des dreifachen Mordes und zweifachen Mordversuchs schuldig gemacht, sagte Oberstaatsanwältin Daniela Schiereck-Bohlmann. Eine Sonderkommission der Polizei untersucht zurzeit sogar mehr als 200 Todesfälle während der Dienstzeit des Mannes.

Nächste Woche dürfte die Verteidigung ihr Plädoyer halten. Im Anschluss wollen die Richter das Urteil verkünden.

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