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ZYNIKUS HEINZ GRÖTSCHNIG

Sekundenlohn

Dieser Tage lief im ORF eine Reportage über Schlechtverdiener. Leute, die mit 1000 und weniger Euro im Monat das Auslangen finden müssen.

Ausländische Bauarbeiter etwa, denen man hierzulande wohl den Kollektivlohn von etwa einem Tausender am Lohnzettel anweise, die aber davon die Hälfte dem Capo abgeben müssen. Inoffiziell, fürs Schwarzgeldkonto. Argument der Abcasher: In ihrer Heimat würden diese Menschen noch weniger bekommen oder keine Arbeit finden.

Die Rede war auch von vielen Freiberuflern (Ich-AGs), die von „Lohnerhöhungen“ maximal träumen dürfen. Nein, man kürzt oft sogar die Honorare, weil’s immer noch jemanden gibt, der es in seiner Not billiger macht.

Aber es gibt auch Good News von der Arbeitsfront. In Amerika steigt im Mai zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao der Boxkampf des Jahrzehnts. Die Gagen für die zwei Faustarbeiter sind so hoch, dass die FAZ den Lohn pro Sekunde auswies: Mayweather erhält sekündliche 70.000 Dollar.

Kontrapunkt dazu: Der ausländische Arbeiter, dem 500 Euro bleiben, kommt im Sekundenlohnschema auf 0,00087 Euro. Im US-Film würde er dieses Sümmchen wohl seinem Capo zurückzahlen. Mit einem K.o.-Schlag à la Mayweather.

Sie erreichen den Autor unter

zynikus@kleinezeitung.at

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