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Geheimdokumente weiterhin geheim

2891 Akten zur Ermordung John F. Kennedys wurden jetzt freigegeben. Doch die sensiblen Informationen hält Trump plötzlich zurück.

Sie war lange und groß angekündigt worden: die öffentliche Freigabe aller existierenden US-Geheimdokumente zur Ermordung John F. Kennedys im Jahr 1963. Jahrzehntelang waren die vermeintlich brisanten Dokumente unter Verschluss gehalten worden.

Doch am Donnerstag dann plötzlich die Wende: Insgesamt 2891 Dokumente wurden zwar veröffentlicht, wie das US-Nationalarchiv mitteilte – sie sind ungeschwärzt auf der Internetseite des Nationalarchivs zu sehen. Ein Teil der Ermittlungsakten bleibt auf Anordnung des US-Präsidenten jedoch plötzlich weiter gesperrt. Donald Trump hat damit in letzter Minute einem „Wunsch der Geheimdienste“ nachgegeben. Er habe „keine andere Wahl“ gehabt, als zu akzeptieren, dass „gewisse Informationen“ weiter redigiert werden sollten. Andernfalls drohe der nationalen Sicherheit „irreversibler Schaden“, so Trump gestern.

Sechs Monate werden die geheimen Dokumente jetzt weiter unter Verschluss bleiben, dann sollen auch sie der Öffentlichkeit zugänglich werden – wenn die Geheimdienste nicht neuerlich ihr Veto erheben.

Während Experten davon ausgehen, dass die Flut an veröffentlichten Akten keine aufsehenerregenden Enthüllungen über die Ermordung des 35. Präsidenten der USA durch Lee Harvey Oswald nach sich ziehen wird, sind jetzt neuerlich die Verschwörungstheoretiker am Wort. „Niemand lässt von seinem Glauben an eine Verschwörung ab, weil die veröffentlichten Akten sie nicht beweisen“, betont beispielsweise der kalifornische Buchautor Gerald Posner („Case Closed: Lee Harvey Oswald“).

Die Dokumente könnten hingegen womöglich Licht in ein besonderes Kapitel im Leben von Lee Harvey Oswald bringen: seine Reise nach Mexiko-Stadt rund sieben Wochen vor Kennedys Ermordung, wo Oswald mutmaßlich kubanische und sowjetische Agenten traf.

CIA und FBI könnten die Freigabe einiger Dokumente jedoch auch weiterhin blockieren, um ihre eigenen Fehler zu verbergen, sagte der Politikwissenschaftler Larry Sabato von der Universität von Virginia. „Sie hatten jedes Indiz, dass Oswald ein Sonderling und ein Soziopath war.“

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