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Sonderermittler sollen Sumpf trockenlegen

Speziell ausgebildete Staatsanwälte prüfen die Missbrauchsvorwürfe. Nun steht auch der US-Actionstar Steven Seagal unter Verdacht.

Kein Tag vergeht ohne neue Belästigungs-, Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfe. Nun hat die Staatsanwaltschaft von Los Angeles ein eigenes Sonderermittlungsteam eingesetzt. Die Einheit aus speziell ausgebildeten Staatsanwälten solle die in Hollywood weiter um sich greifende Skandalwelle untersuchen, erläuterte Bezirksstaatsanwältin Jackie Lacey. Eingesetzt würden Kräfte, die viel Ermittlungserfahrung bei Sexualvergehen hätten.

Nach dem Filmproduzenten Harvey Weinstein und dem Oscar-Preisträger Kevin Spacey sind nun Schauspieler Steven Seagal und der Comedian Louis C. K. die jüngsten Fälle in der Reihe schwerer Missbrauchsvorwürfe. Die Schauspielerin Portia de Rossi beschuldigt Seagal, sie während eines Vorsprechens für einen Film belästigt zu haben. Der 65-jährige Actionfilmstar reagierte zunächst nicht auf die erhobenen Vorwürfe. Dass lange Zeit nichts passierte, belegen auch Vorwürfe gegen Seagal, die bereits 1998 laut wurden. Damals hatte die Mimin Jenny McCarthy dem Actionstar einen sexuellen Übergriff vorgehalten. Am Donnerstag erinnerte sie erneut an den Vorfall von 1995, als sie bei einem Vorsprechen für den Streifen „Alarmstufe: Rot 2“ von Seagal aufgefordert worden sei, ihr Kleid auszuziehen.

De Rossi schrieb auf Twitter, Seagal habe ihr während des Vorsprechens gesagt, dass ihm die persönliche Chemie mit seinen Kollegen jenseits der Leinwand wichtig sei. Dann habe er vor ihr den Reißverschluss seiner Hose heruntergezogen. Sie sei daraufhin aus dem Raum gerannt und habe ihre Agentin angerufen, berichtete die australische Schauspielerin. Die 44-Jährige ist mit der bekannten US-Talkmasterin Ellen DeGeneres verheiratet. Diese schrieb auf Twitter, sie sei stolz auf ihre Partnerin, dass sie sich mit ihren Vorwürfen jetzt an die Öffentlichkeit gerichtet hat.

Der ebenfalls beschuldigte Komiker und Schauspieler Louis C. K. ist für politisch inkorrekte und nicht selten frauenfeindliche Witze während seiner Shows bekannt. Mit diesen diskussionswürdigen Stilmitteln will er laut eigenen Angaben Missstände in der Gesellschaft wie Sexismus und Rassismus aufzeigen. Mindestens fünf Frauen werfen dem 50-Jährigen, vielfach Ausgezeichneten sexuelle Übergriffe vor. Die Premiere seines jüngsten Streifens „I Love You Daddy“ wurde in letzter Minute abgesagt.

Über 100 Frauen erhoben in den vergangenen Wochen entsprechende Vorwürfe. Der beschuldigte Weinstein hat indes einen der bekanntesten Strafverteidiger des Landes engagiert. Der Promianwalt Benjamin Brafman werde Weinstein in New York vertreten, so ein Sprecher. Die Staatsanwaltschaft in New York bereitet angeblich ein Verfahren gegen Weinstein vor.

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