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Schrecken am Adventmarkt

Angestellter einer Apotheke fand verdächtiges Paket. Sprengstoffverdacht bestätigt, twitterte bald die Polizei. Weihnachtsmarkt und Umgebung gesperrt.

Es ist gelungen, Schrecken zu verbreiten. Ein Weihnachtstreiben ist derzeit nicht möglich.“ Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) bedauerte gestern Abend, welch Unsicherheit ein vermeintlicher Sprengstofffund in den Stunden zuvor in Potsdam ausgelöst hatte: Der traditionelle Weihnachtsmarkt in der Innenstadt wurde gesperrt, ein 100-Meter-Sperrkreis geräumt. Die Innenstadt wurde nach weiteren Sprengstoffpaketen abgesucht.

Ein Angestellter der Apotheke an der Brandenburger Straße unweit des Weihnachtsmarktes hatte gegen 14.30 Uhr ein von einem Kurier zugestelltes Paket geöffnet und sofort die Polizei alarmiert. „Er hatte darin verdächtige Drähte und Technik entdeckt“, erklärte der Leiter der Polizeidirektion West, Peter Meyritz. Sofort wurde Großalarm ausgelöst. Spezialkräfte der Bundespolizei wurden nach Potsdam beordert, die Polizei warnte auf Twitter: „Der Sprengstoffverdacht hat sich bestätigt. Der betroffene Bereich in der Innenstadt muss geräumt werden!“ Zahlreiche Innenstadtbewohner mussten ihre Wohnung verlassen, Weihnachtsmarkt, Innenstadtgeschäfte und Restaurants wurden gesperrt.

Mittels Hochdruckwasserstrahl wurde das Paket dann von den Spezialkräften gänzlich geöffnet, dabei kamen Nägel, Kabel, Batterien und ein Polenböller zum Vorschein. „Ob es wirklich eine Rohrbombe ist oder eine Attrappe, muss jetzt geklärt werden“, betonte der Innenminister, der selbst vor Ort war, am Abend. „Bisher wurde noch keine Zündvorrichtung gefunden. „Wir bitten noch einmal, jegliche Spekulationen um den gefundenen Gegenstand zu vermeiden. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen“, twitterte daraufhin gegen 19 Uhr auch die Polizei. Nach dem Kurier wird noch gesucht.

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten am 19. Dezember des Vorjahres werden in diesem Jahr in ganz Deutschland die Weihnachtsmärkte besonders beschützt. Die Sicherheitsbehörden sehen zwar keine akute Anschlagsgefahr, sprechen aber von einer „abstrakten Gefährdungslage“. Auf vielen Weihnachtsmärkten wurden Betonbarrieren errichtet, außerdem sind mehr Polizisten in Uniform und in Zivil unterwegs.

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