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Lübcke-Prozess sorgt für Andrang

16.06.2020 • 11:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozessauftakt im Mordfall Luebcke
Prozessauftakt im Mordfall Luebcke APA/dpa/Boris Roessler

Nach dem mutmaßlichen Mord am sind heute zwei Personen angeklagt.

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen hat in Deutschland der Prozess um den Mord an dem CDU-Politiker und Spitzenbeamten Walter Lübcke begonnen. Das twitterte das Oberlandesgericht Frankfurt am Dienstagvormittag. Als mutmaßlicher Haupttäter ist der 46 Jahre alte Stephan E. angeklagt. Er soll den Regierungspräsidenten des nordhessischen Bezirks Kassel in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 2019 auf der Terrasse von dessen Wohnhaus mit einem Kopfschuss getötet haben. Mit auf der Anklagebank sitzt der 44 Jahre alte Markus H. wegen Beihilfe zum Mord.

Die Ermittler gehen von einem rechtsextremistischen Motiv aus. Lübcke hatte sich 2015 für die Aufnahme von Flüchtlingen stark gemacht und war deshalb in rechten Kreisen zur Hassfigur geworden.

Der Mord an Walter Lübcke hatte deutschlandweit Entsetzen ausgelöst. Stephan E. wird außerdem vorgeworfen, am 6. Jänner 2016 im nordhessischen Lohfelden einen Flüchtling aus dem Irak niedergestochen und schwer verletzt zu haben.

Bereits Stunden vor Prozessbeginn hatten sich vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt lange Warteschlangen gebildet. In der Reihe für Medienvertreter hatten sich die ersten bereits am Montagabend angestellt. Wegen der Corona-Pandemie und der deshalb geltenden Abstandsregelungen konnte das Gericht nur eine begrenzte Zahl von Plätzen im Gerichtssaal anbieten.