International

33 Länder wegen Klimawandels angeklagt

03.09.2020 • 11:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
33 Länder wegen Klimawandels angeklagt

Sechs junge Naturschützer nahmen die verheerenden Waldbrände als Anlass dazu.

Sechs Kinder und Jugendliche haben 33 Länder wegen des Klimawandels geklagt. Die Klage sei am Donnerstag beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg eingereicht worden, teilte die Nichtregierungsorganisation Global Legal Action Network (GLAN) mit.

Anlass der Aktion der sechs jungen Portugiesen aus Leiria und Lissabon seien die verheerenden Waldbrände von 2017 in ihrem Heimatland, bei denen 110 Menschen ums Leben gekommen seien. Wissenschafter hätten bestätigt, dass der Klimawandel eine Rolle bei dieser Katastrophe gespielt habe, hieß es.

Verschärfte EU-Klimaziele gefordert

2019 waren zehn Familien aus fünf EU-Staaten, Kenia und Fidschi sowie ein schwedischer Jugendverband mit einer Klage für verschärfte EU-Klimaziele vor dem EU-Gericht gescheitert. Das EU-Ziel, bis 2030 die Treibhausgase um 40 Prozent unter den Wert von 1990 zu drücken, reiche als Schutz vor den sie unmittelbar betreffenden Gefahren des Klimawandels nicht aus, argumentierten die Kläger damals.

Das EU-Gericht befand jedoch, der Klimawandel werde wahrscheinlich jeden treffen. Die Kläger könnten nicht nachweisen, dass ihre individuellen Grundrechte auf besondere Weise beschnitten würden. Der Antrag sei deshalb als unzulässig abzuweisen.