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Papst betete für gestorbene Obdachlosen

24.01.2021 • 14:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Papst betete für gestorbene Obdachlosen

46-jähriger Nigerianer hatte einen österreichischen Pass.

Beim Angelus-Gebet am Sonntag hat Papst Franziskus für den Obdachlosen nigerianischer Herkunft gebetet, der am Mittwoch unweit des Petersplatzes tot aufgefunden wurde. Der 46-Jährige, der laut Medien einen österreichischen Pass bei sich hatte, soll einem Herzstillstand erlegen sein. Dazu könnte es wegen der niedrigen Temperaturen dieser Tage gekommen sein.

Franziskus rief die Gläubigen zu Gebeten für den mit dem Namen „Edwin“ bekannten Obdachlosen auf. „Mehrere Obdachlose sind kürzlich in Rom unter ähnlichen dramatischen Umständen gestorben“, sagte der Papst, der das Angelus-Gebet in der Bibliothek des Apostolischen Palasts sprach.

„Denken wir, an das, was Edwin in der Kälte, von allen verlassen, gefühlt haben muss. Beten wir für ihn“, sagte der Heilige Vater. Der leblose Körper des Obdachlosen war von ehrenamtlichen Helfern der katholischen Basisgemeinschaft Sant’Egidio entdeckt worden, die sich um die vielen rund um den Vatikan lebenden Obdachlosen kümmern.

Franziskus hatte wegen erneuter starker Rückenschmerzen die bereits geplanten Termine am Sonntag und Montag mit Ausnahme des Angelus-Gebets nicht selbst wahrnehmen können. Der Wortgottesdienst am Sonntag im Petersdom wurde vom Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Förderung der Neuevangelisierung, Erzbischof Rino Fisichella, zelebriert.

Der traditionelle Neujahrsempfang für die beim Vatikan akkreditierten Diplomaten, der am Montagvormittag geplant ist, wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Vesper zum Abschluss der Gebetswoche für die Einheit der Christen, die – ebenfalls am Montag – um 17.30 in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern beginnt, wird stattdessen durch Kurienkardinal Kurt Koch geleitet. Bereits zu den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel ließ der Papst sich wegen starker Rückenschmerzen vertreten.