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Beliebtesten Urlaubsländer sind bereit für die Saison

16.04.2021 • 10:20 Uhr / 11 Minuten Lesezeit
Wie könnte unser Urlaub im Sommer aussehen?
Wie könnte unser Urlaub im Sommer aussehen? Tropical studio – stock.adobe.co

Die beliebtesten Urlaubsländer der Österreicher im Überblick.

Slowenien

Für Slowenien gelten derzeit folgende Einreisebestimmungen: Problemlos einreisen können Personen, die mit einem in der EU registrierten Serum geimpft sind. Dabei gelten folgende Fristen: bei Pfizer ist die Einreise sieben Tage nach der zweiten Dosis möglich, bei Moderna nach 14 Tagen und bei AstraZeneca nach 21 Tagen. In Slowenien werden im Unterschied zu Kroatien die Impfstoffe aus China und Russland nicht anerkannt; ein Transit durch Kroatien war und ist stets ungehindert möglich.

Ohne Probleme einreisen können auch Personen, die in den vergangenen sechs Monaten Corona hatten und genesen sind. Personen, die weder die Krankheit hatten noch geimpft sind, können mit einem negativen Schnelltest einreisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Diese Bestimmung gilt aber nur für Personen, die nicht aus einem Land kommen, das in Slowenien auf der roten Liste der Coronaländer steht.

Bei der Rückreise zu beachten

Aktuell gelten Reisewarnungen des österreichischen Außenministeriums für fast alle Staaten der Welt. Davon ausgenommen sind derzeit nur Australien, Island, Neuseeland, Singapur, Südkorea und der Vatikan.

Bis mindestens 31. Mai gilt: Für die Einreise aus einem als Risikogebiet eingestuften Land zurück nach Österreich muss man einen negativen PCR-Test (nicht älter als 72 Stunden) oder Antigentest (nicht älter als 48 Stunden) in deutscher oder englischer Sprache vorlegen. Kann bei der Einreise kein Test vorgelegt werden, ist dieser innerhalb von 24 Stunden auf eigene Kosten nachzuholen. Zusätzlich ist eine zehntägige Quarantäne anzutreten, die frühestens nach dem fünften Tag nach der Einreise durch einen neuerlichen negativen Test beendet werden kann.

Alle Personen, die nach Österreich einreisen wollen – egal ob aus einem Risikogebiet oder nicht –, müssen sich maximal 72 Stunden davor mittels „Pre-Travel-Clearance-Formular“ (PTC) unter https://entry.ptc.gv.at registrieren.

Noch unklar ist, welche Maßnahmen Slowenien für Touristen treffen will und wird, die bei der Rückkehr in ihre Heimatländer möglicherweise einen Coronatest brauchen werden. Auf alle Fälle empfiehlt sich vor Beginn der Reise ein Blick auf die Webseite der österreichischen Botschaft in Ljubljana.

Kroatien

Kroatien bereitet sich mit Hochdruck auf die immer näher rückende Hauptsaison im Tourismus vor. So soll ab Mitte April auch mit der Impfung von Mitarbeitern in den Tourismusbetrieben begonnen werden. Das betrifft etwa 70.000 Personen, zu denen auch Saisonarbeiter gehören sollen wie Köche, Kellner, Rezeptionisten sowie Angestellte in Reisebüros. Die Impfungen sollen auch in Sporthallen und großen Hotels durchgeführt werden. Nach Angaben des kroatischen Tourismusministeriums wollen sich 70 Prozent aller Mitarbeiter impfen lassen. Kroatien zählte 2019 vier Millionen Einwohner. Bis 12. April bekamen 370.000 Bürger die erste und 111.000 die zweite Dosis.

Für die Einreise nach Kroatien gelten folgende Bestimmungen: Für die Einreise genügt ein Antigentest; anerkannt werden alle Impfungen, somit auch Impfstoffe aus China und Russland. Diese Regelung hat nun auch die EU für den sogenannten grünen Impfpass vorgeschlagen. Bereits Kriterien für dieses Dokument vereinbart haben 12 EU-Staaten, dazu zählen Kroatien, Österreich und andere Staaten, für die der Fremdenverkehr sehr wichtig ist. Wer vor nicht länger als sechs Monaten an Corona erkrankt war, kann ebenfalls problemlos einreisen. Schnelltests werden in Kroatien auch Hotelketten anbieten.

Die Lehren zieht Kroatien aber auch aus den Fehlern in der Saison des Vorjahres, als es zu wenige PCR-Testmöglichkeiten für die Heimreise gab und diese Tests auch unverhältnismäßig teuer waren. In Zagreb sind bereits 11 Kliniken und zwei öffentliche Einrichtungen bereit, für Touristen Schnelltests und PCR-Tests anzubieten.

Italien

Venetien, Tourismusdestination Numero uno, will alles daransetzen, damit der Österreich-Tourismus im heurigen Sommer wieder auf Trab kommt. Das erklärte Regionalpräsident Luca Zaia vor der Auslandspresse in Rom. Die Region hat einen Tourismus-Plan im Visier, damit die Sommersaison so bald wie möglich starten könne, bestätigte Zaia. „Wir wollen dank unserer Impfaktion so bald wie möglich in die Sommersaison starten“, bekräftigte er. Ein genaues Datum nannte er nicht, da dies auf nationaler Ebene bestimmt werde. Doch Venetien sei bestens für die Sommersaison, mit einer Vielzahl von neuen Angeboten, gerüstet.

Damit sich österreichische und deutsche Touristen in Venetien sicher fühlen, sollen bis zum 21. Juni sämtliche Einwohner ab 60 Jahre geimpft sein. Bereits dato erfülle Venetien alle Voraussetzungen, um ab kommender Woche in die „gelbe Zone“ zu gleiten. Dann werden auch Kaffeehäuser und Restaurants, Pizzerien und Schiffsfahrten wieder allgemein zugänglich sein. Ein erster Schritt für den Start der Tourismussaison.

Zaia verspricht, das touristische Angebot in Vollform, wie in den vergangenen Jahren, wiederherzustellen. Neue Initiativen für ausländische, speziell für österreichische und deutsche Gäste, seien geplant. Details wurden nicht bekannt. Bilaterale Tourismusabkommen stehen sowohl in Venetien wie auch in Friaul-Venetien, aber auch in anderen italienischen Regionen zur Diskussion.

Griechenland

Die Gastgeber können es kaum erwarten, und auch die Gäste sitzen auf gepackten Koffern: Griechenland ist in diesem Frühjahr das Wunschreiseziel Nummer eins vieler Nordeuropäer. In gut vier Wochen könnten die ersten Urlauber anreisen. Aber noch gibt es einige Fragezeichen.

In Österreich und der Schweiz melden Reiseveranstalter großes Interesse an Griechenlandreisen. Einer der Gründe dürfte sein, dass die Griechen die Pandemie bisher relativ gut gemeistert haben. Mit einer Infektionsrate von 2,8 steht Griechenland günstiger da als Deutschland (3,6), Österreich (6,4) und die Schweiz (7,1), aber auch besser als andere Mittelmeerländer wie die Türkei (4,4), Italien (6,2) oder Spanien (7,2).

Allerdings: Derzeit registriert Griechenland einen deutlichen Anstieg der Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 192,5. Deshalb gelten Reisebeschränkungen. Größtes Hindernis für eine Öffnung des Tourismus ist die in vielen Ländern geltende Quarantänepflicht für Rückkehrer. Auch in Griechenland selbst müssen ankommende Reisende für sieben Tage in Selbstisolation. Solange das gilt, ist an ein Comeback des Fremdenverkehrs nicht zu denken. Der griechische Tourismusminister Charis Theocharis hofft, dass in gut vier Wochen die Quarantänepflicht aufgehoben werden kann. Ab 14. Mai soll der diesjährige Neustart im Tourismus beginnen. Bis dahin soll auch zumindest die Außengastronomie wieder öffnen.

Aber es gibt Fragezeichen. Niemand weiß, wie sich die Pandemie in den nächsten Wochen entwickeln wird. Griechenland setzt vor allem auf Impfzertifikate: Wer eine Covid-Impfung absolviert hat, soll ungehindert einreisen dürfen. „Aber wir wollen keinen diskriminieren“, versichert Tourismusminister Theocharis. Alternativ zur Impfung soll deshalb auch ein negativer PCR-Test oder ein Antikörper-Nachweis die Einreise ermöglichen. Außerdem plant Griechenland stichprobenartig Schnelltests an den Grenzen und Flughäfen.

Einige griechische Hotels sind bereits geöffnet, so auf Rhodos und der Halbinsel Peloponnes. Weitere wollen zum orthodoxen Osterfest aufmachen, das die Griechen in diesem Jahr am 2. Mai feiern. In bilateralen Pilotprojekten testet Griechenland den Neustart: Pro Woche können bereits jetzt 10.000 Israelis und 4000 Russen einreisen, sofern sie geimpft sind. Auch mit Großbritannien verhandelt Griechenland über die Anerkennung von Impfzertifikaten. Die Branche setzt ebenfalls auf die guten Impffortschritte in den USA. Von dort kamen 2019 fast 1,2 Millionen Besucher nach Griechenland. Die Amerikaner sind gern gesehene Gäste, weil sie im Schnitt 30 Prozent mehr ausgeben als Touristen aus europäischen Ländern.

Spanien und Portugal

Auf der portugiesischen Insel Madeira kann man bereits sehen, wie sicheres Reisen in diesem Sommer aussehen könnte. Das Urlaubsparadies im Atlantik richtete einen „grünen Reisekorridor“ ein, der einen Inselurlaub ohne Test- oder Quarantänezwang ermöglichen soll. Dank dieses Korridors dürfen alle Touristen, die bereits gegen Covid-19 geimpft sind, ohne den ansonsten notwendigen negativen PCR-Test einreisen. Auch wer nachweist, dass er in den letzten Monaten eine Corona-Infektion überstanden und entsprechende Antikörper hat, ist von der Testpflicht befreit.

Ein ähnliches unbürokratisches Einreiseverfahren kann sich Portugals Regierung für das gesamte Festland mit der beliebten Algarveküste und der Tourismusstadt Lissabon vorstellen. Der „grüne Reisekorridor“ Portugals dient als Vorreiter für den von Brüssel vorgeschlagenen digitalen Corona-Impfpass. In diesem Dokument, das offiziell „grüner Nachweis“ heißen soll, sollen ebenfalls Impfungen, Corona-Infektionen und negative Testergebnisse registriert werden.

Ähnlich verhält es sich im iberischen Nachbarland Spanien, wo die Verluste der Branche nicht geringer ausfielen. Die Spanier beobachten derzeit vor allem das Tourismusexperiment in der Urlaubsoase Mallorca. Die Insel, die auch von Österreichern sehr gerne angeflogen wird, verzeichnet seit Wochen eine der niedrigsten Corona-Inzidenzen Europas. Deswegen wagte das Eiland Mitte März den Neustart des Tourismus. Rund 100.000 ausländische Reisende wurden seitdem auf dem Airport in Palma gezählt. Dort müssen noch alle Passagiere ausnahmslos einen negativen PCR-Test vorlegen.

Mallorca setzt bei seinem Weg zur schrittweisen Öffnung bis zum Sommer vor allem auf ein konsequentes Sicherheitskonzept. Dazu gehören eine abendliche Ausgangssperre, die von 22 bis 6 Uhr gilt, und Einschränkungen für die Gastronomie, die nur die Außenbereiche öffnen darf und dies auch nur bis fünf Uhr nachmittags. Und eine absolute Maskenpflicht, die sogar am Strand und Pool gilt, wenn man mit Personen zusammensitzt, die nicht zum eigenen Haushalt gehören. Diese Regeln sollen in Kraft bleiben, solange die Rückfallgefahr nicht gebannt ist. Was bedeutet, dass während des Sommers auf Mallorca und wohl auch in ganz Spanien noch mit eingeschränktem Urlaubsvergnügen gerechnet werden muss.