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Physik-Nobelpreis geht an Klimaforscher

05.10.2021 • 12:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Klaus Hasselmann, Syukuro Manabe (USA) und den Italiener Giorgio Parisi für physikalische Modelle zum Erdklima
Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Klaus Hasselmann, Syukuro Manabe (USA) und den Italiener Giorgio Parisi für physikalische Modelle zum Erdklima AFP

Die Auszeichnung ist heuer mit umgerechnet 985.000 Euro dotiert.

Heute wurde bekannt gegeben, wer den Nobelpreis für Physik erhält. 2020 ging die Auszeichnung an drei Forschende und ihre Entdeckungen rund um schwarze Löcher. 2019 ging der Physik-Nobelpreis zur Hälfte an James Peebles, zur anderen Hälfte gemeinsam an Michel Mayor und Didier Queloz für ihre “Beiträge zum Verständnis des Universums und des Platzes der Erde im Kosmos”. Jedes Jahr beauftragt das Nobelpreiskomitee rund 3000 ausgewählte Personen damit, ihnen Kandidaten vorzuschlagen.

Der Nobelpreis in Physik geht heuer an Forscher, die sich mit der Simulation des Klimas und komplexer Systeme auseinandersetzen. Eine Hälfte des Preises geht gemeinsam an Klaus Hasselmann (Deutschland) vom Max-Planck-Institut für Meteorologie und Syukuro Manabe (USA) für die physikalischen Modellierungen des Klimas der Erde. Zusammen arbeiteten sie an der Modellierung des Weltklimas. Die zweite Hälfte geht Giorgio Parisi aus Italien für das Zusammenspiel der Unordnung und Fluktuation in physikalischen Systemen.

Die Wissenschafter werden für ihre “bahnbrechenden Beiträge zum Verständnis komplexer physikalischer Systeme” ausgezeichnet, heißt es seitens des Nobelpreis-Komitees.

Mit Hasselmann (89) und Manabe (90) geht der Preis heuer an zwei Meteorologen. Parisi (73) ist Physiker an der Sapienza Unversität in Rom. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm bekannt. Die Auszeichnung ist heuer so wie im Vorjahr mit zehn Millionen Schwedischen Kronen (985.000 Euro) dotiert.

Übergabe am 10. Dezember

Übergeben wird der Preis alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, pandemiebedingt neuerlich in den Heimatländern der Preisträger und nicht bei einer Zeremonie in Stockholm. Die jeweiligen Preisübergaben in den wissenschaftlichen Kategorien sowie Literatur werden am 10. Dezember mit einer Preiszeremonie im Stockholmer Rathaus verwoben. Das norwegische Nobelkomitee hält sich noch die Möglichkeit offen, den Friedensnobelpreis wie üblich in Oslo zu verleihen.