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Eine königlich populäre Herzogin

09.01.2022 • 15:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kate, die Duchess of Cambridge
Kate, die Duchess of Cambridge (c) AFP (TOLGA AKMEN)

Herzogin Kate ist 40 Jahre jung.

“Sie ist jetzt wirklich ganz bei sich angekommen – sie ist aufgeblüht!“: So wird ein royaler Insider zitiert, der nun über Herzogin Kate von Cambridge und ihre herausstechende Rolle im königlich-britischen Setzkasten sinnierte. Die Frau von Prinz William wird heute 40 Jahre jung – und dürfte mittlerweile die erklärte Sympathieträgerin unter den weiblichen Royals sein.

Mehr noch: Die dreifache Mutter gilt mittlerweile als Geheimwaffe der Monarchie der nächsten Jahrzehnte: Will man es weniger martialisch formulieren, könnte man sie auch als Schweizermesser bezeichnen, das allen Anforderungen gerecht wird: Keinesfalls zu farblos, aber auch nicht überkandidelt, zeichnet sich die am 9. Jänner 1982 als Catherine Elizabeth (“Kate”) Middleton in Reading in der Grafschaft Berkshire Geborene durch zurückhaltende Eleganz, volksnahe Bescheidenheit, aber auch das nötige Format aus: “Normale Menschen mit Feenstaub”, nennt die einstige Royals-Sprecherin Colleen Harris das populäre “Will & Kate”-Zweigespann.

Die Zeichen stehen jedenfalls auf Veränderung: Die „ewige Königin“ Elizabeth II. (95) wird ihre Rolle kein weiteres Jahrzehnt mehr erfüllen können. Thronfolger Charles und seine Frau Camilla gelten schon ob ihres fortgeschrittenen Alters eher als akzeptierte Interimslösung denn als echtes Versprechen an die Zukunft der Krone. Stellt man sich die Ära Elizabeth als dicken, goldverzierten Prachtband vor, werden Charles und Camilla eher ein dünnes Büchlein werden. William und Kate haben indes die Chance, wieder ein wichtigerer Eintrag in der Geschichte der britischen Monarchie zu sein. Die Zeichen stehen gut.

Harry, Meghan und Kate
Harry, Meghan und KateAP

“Als Individuen haben Kate und Meghan nichts gemeinsam” wird ein Freund zitiert – sie selbst sagt über sich: “Ich bin noch immer sehr ich selbst: Kate.” Dazu passt es wohl ganz gut, dass die Party zum heutigen runden Geburtstag pandemiebedingt kleiner als geplant ausfallen wird. “Zurückhaltend” sei das Motto für die Planung gewesen, wie der “Mirror” berichtet. Herzogin Catherine wünsche sich angeblich “nichts Auffälliges”. Auch das dürfte gut ankommen: Gerade in Zeiten der Pandemie dürfte das Volk sensibel sein, wenn es darum geht, Berichte über ausufernde Feiern zu lesen.

Sie scheint gut vorbereitet zu sein, was ihre Rolle als Frau des künftigen Königs betrifft. Glaubt man alten Freunden, beherrscht die Herzogin durchaus die Kunst der Adaption, ohne dabei beliebig zu werden. So sollen ihre eigenen Lebenspläne in jungen Jahren durchaus anders ausgesehen haben. Eine Parallele zu ihrer verstorbenen Schwiegermutter Diana, die sie nie kennenlernte: ihre dem Image der Monarchie zuträgliche karitative Ader. Gerade in diesem Bereich dürfte in Zukunft noch viel von der auch in modischen Belangen als stilsicher Bekannten zu hören sein.

Als “Königin” wird Kate übrigens nie angesprochen werden: Nach der Krönung von William wird sie vielmehr den Titel “Queen Consort” tragen – die Bezeichnung für Ehepartner eines regierenden Monarchen und mit “Königsgemahlin” übersetzbar: Kate wird es gut verkraften.