International

ATX rutscht 4,3 Prozent ab

28.02.2022 • 17:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Headquarter der RBI in der Ukraine
Headquarter der RBI in der Ukraine KK

Internationale Finanzmärkte starten mit Verlusten in neue Woche.

Der Wiener Aktienmarkt ist am Montag im Frühhandel stark unter Abgabedruck geraten. Der heimische Leitindex ATX notierte um 9.15 Uhr bei 3.371,92 Zählern um 134,22 Punkte oder 3,83 Prozent unter dem Freitag-Schluss (3.506,14). Im Laufe des Tages ging es noch weiter nach unten, gegen 16.45 Uhr machte das Minus 5,1 Prozent aus. Auch das europäische Umfeld startet mit deutlichen Kurseinbußen in die neue Handelswoche, wenngleich das Minus etwa in Deutschland deutlich geringer ausfiel.

Die Kämpfe in der Ukraine setzen sich indes fort, während der Westen mit weitergehenden Sanktionen reagiert. So setzte die Europäische Union ihre schwerwiegenden Sanktionen gegen die russische Zentralbank in Kraft. Sie umfassen nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ein Verbot von Transaktionen mit dem Finanzinstitut. Zudem werden alle Vermögenswerte der Bank in der EU eingefroren.

Zudem beschlossen Deutschland, die USA und andere westliche Verbündete einen Ausschluss russischer Finanzinstitute aus dem Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift. Bankwerte zählten europaweit zu den größten Verlierern.

RBI: Weiter “alle Leistungen” in der Ukraine

Einen Kurseinbruch von bis zu 18 Prozent mussten die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) verbuchen. Und das, obwohl die Papiere in den vergangenen fünf Handelstagen bereits rund ein Drittel ihres Werts verloren haben. Im Laufe des Tages pendelte sich das Minus ein, gegen 14 Uhr notierten die Papiere bei minus 12 Prozent.

In einem Statement der Bank vom Montag hieß es, die Bank wolle in der Ukraine “nach wie vor alle wichtigen Bankleistungen” anbieten, um die Kunden unter den schwierigen Bedingungen zu unterstützen. “Dienstleistungen werden unter der Voraussetzung angeboten, dass keine Gefahr für die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden besteht”, hießt es in dem Statement.

Eine abschließende Einschätzung zu der Lage in den Ländern könne derzeit nicht gegeben werden, da die Sanktionen “fast täglich” ausgeweitet würden, so die Bank. “Sie sind hart und in ihren Auswirkungen auf die Finanzmärkte und die Realwirtschaft weitreichend. Die Auswirkungen auf die RBI Gruppe werden analysiert.”

Auch andere Bankaktien unter Druck

Indes kamen auch andere Banken-Titel an den Börsen stark unter Druck: So rutschten die Aktien der Erste Group gut neun Prozent ab. Papiere der Bawag verloren knapp vier Prozent an Wert. An den Börsen Amsterdam bzw. Paris verloren Aktien der Bankkonzerne ING und BNP Paribas jeweils rund sieben Prozent.

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