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Börsen und Bitcoin im Aufwind

28.03.2022 • 22:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Symbolbild AFP

Europas Börsen und Kryptowährungen legen zu.

Der Bitcoin befindet sich weiter im Aufwind. In der Nacht auf Montag stieg der Kurs der ältesten und nach Marktwert größten Digitalwährung auf der Plattform Bitfinex bis auf 47.460 US-Dollar (43.138 Euro). Das ist der höchste Stand seit Jahresbeginn. Auch die zweitgrößte Kryptowährung Ether legte weiter zu und erreichte mit 3.330 Dollar auf den höchsten Stand seit Mitte Jänner.

Alle 18.500 Digitalanlagen sind nach Angaben von Coinmarketcap derzeit rund 2,1 Billionen Dollar wert. Das Rekordhoch von vergangenem November beträgt knapp drei Billionen Dollar.

Anleger suchen wieder das Risiko“, kommentierte Kryptoexperte Timo Emden von Emden Research. Digitalwerte wie Bitcoin gelten als besonders riskante Anlageform, die im Kurs stark schwanken können. Oft bewegen sich die Kurse mit der allgemeinen Stimmung an den Finanzmärkten, allerdings sind immer wieder Ausnahmen von diesem Muster zu beobachten. Einige Marktteilnehmer nennen weitere Einflussgrößen wie die Inflationsentwicklung oder die Kapitalmarktzinsen, wobei auch hier keine stabilen Zusammenhänge bestehen.

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Starker Wochenstart an den Börsen

Die europäischen Leitbörsen haben den Handel am Montag mit Kursgewinnen aufgenommen. Der Euro-Stoxx-50 stand kurz nach Sitzungsbeginn mit plus 1,04 Prozent bei 3.908,07 Einheiten. Der DAX in Frankfurt gewann 1,22 Prozent auf 14.480,95 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit plus 0,13 Prozent auf 7.492,98 Punkte gut behauptet.

Marktteilnehmer sprachen von einem soliden Start in die neue Handelswoche. Eines der größten Börsenthemen bleibt die Kriegslage in Osteuropa, im Weiteren ergänzt durch die sich verschärfende Corona-Lage in China – mit einem Lockdown unter anderem in Shanghai – und die Inflationsentwicklung als Treiber geldpolitischer Straffungen.

Lage bleibt unsicher

Entspannungssignale bezüglich des Ukraine-Krieges lassen auf sich warten und so bleiben die Finanzmärkte in Alarmbereitschaft, kommentierten die Helaba-Analysten. Zwar kann man sich in der EU nicht auf einen Stopp der Energielieferungen aus Russland einigen, in Rubel will man die Rechnungen aber nicht bezahlen und so gibt es weiterhin Sorgen vor einem Importstopp von Öl und Gas.

Von Datenseite sollte der Wochenauftakt eher ruhig verlaufen, denn als wichtig eingestufte Daten stehen nicht im Kalender. Im Wochenverlauf aber wird es mit der Bekanntgabe der Preiszahlen in Deutschland und der Eurozone interessant.

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