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Wahlen: Macron muss um Mehrheit bangen

19.06.2022 • 13:52 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wahlen: Macron muss um Mehrheit bangen
(c) apa/afp/pool

In Frankreich ist Parlamentswahl in die zweite Runde gegangen.

Kurz nach der Wiederwahl von Präsident Emmanuel Macron für eine zweite Amtszeit wählen die Französinnen und Franzosen ein neues Parlament. Nach dem Patt mit dem Linksbündnis im ersten Wahlgang muss Macrons liberale Allianz um ihre bisherige absolute Mehrheit bangen. 48,9 Millionen Wähler können seit 8.00 Uhr ihre Stimme abgeben. Bestimmt werden 577 Sitze in der Nationalversammlung.

Die Wahllokale sind bis 18.00 Uhr geöffnet, in Großstädten auch bis 20.00 Uhr. Es wird mit einer historisch niedrigen Wahlbeteiligung gerechnet. Bis Mittag hat knapp jeder fünfte Wahlberechtigte seine Stimme abgegeben. Um 12.00 Uhr lag die Wahlbeteiligung bei knapp 19 Prozent, wie das Innenministerium in Paris am Sonntag mitteilte. Das waren gut 0,5 Prozent mehr als zum selben Zeitpunkt bei der ersten Wahlrunde vor einer Woche.

Linksbündnis zuversichtlich

Das neue linke Bündnis aus Linkspartei, Sozialisten, Grünen und Kommunisten angeführt von Linkspolitiker Jean-Luc Mélenchon kann auf deutlich mehr Sitze im Parlament hoffen. Sollte das Mitte-Lager des Präsidenten nur eine relative Mehrheit erreichen, wären der Präsident und die Regierung gezwungen, Unterstützung aus den anderen Lagern zu suchen.

Eine Rolle könnte auch die Wahlbeteiligung spielen, die mit 47,5 Prozent in der ersten Runde einen Tiefstand erreichte. In einigen französischen Überseegebieten hatte die Wahl wegen der Zeitverschiebung bereits am Samstag begonnen.