International

Adria-Badeort reagiert mit Alkoholverbot und Strandsperre

09.07.2022 • 15:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Viele Urlauber begrüßen die Maßnahmen
Viele Urlauber begrüßen die Maßnahmen kk

Der neue Bürgermeister von Jesolo, Christofer de Zotti, greift nun streng durch. Die Maßnahmen gegen exzessiven Alkoholkonsum gelten bereits ab heute Samstag.

In den vergangenen Wochen soll es speziell um die Piazza Mazzini in Jesolo immer wieder zu Gewaltexzessen gekommen sein. Der bei Touristen beliebte Badeort an der Oberen Adria reagiert nun darauf mit scharfen Maßnahmen. Wie die Tageszeitung “Il Gazzettino” berichtet, hat der neue Bürgermeister Christofer de Zotti entsprechende Verordnungen erlassen. So wird es an den Wochenenden (Freitag bis Sonntag) ein Alkoholverbot im Gemeindegebiet an öffentlichen Plätzen ab 20 Uhr bis 6 Uhr früh geben. Die Regelung tritt bereits heute Samstag in Kraft. Die Verordnung ziele auf den exzessiven Alkoholkonsum von Gruppen ab, die dann eine Spur der Verwüstung durch die Stadt ziehen würden, heißt es. Von 1. bis 22. August wird die Verordnung täglich gelten, und nicht nur an den Wochenenden.

“Ich bin überzeugt, dass ich Maßnahmen im guten Glauben getroffen habe, vor allem aber ausgewogene, die viel, viel schwerere Entscheidungen vermeiden, die man uns hätte auferlegen können”, wird de Zotti bei “Jesolo Magazin” zitiert. An den Wochenenden werden zudem in den Abendstunden bestimmte Zugänge (zwischen dem 29. Zugang der Via Bafile und der Via Nievo) zum Strand gesperrt. Das Betretungsverbot gilt von Samstag, 22 Uhr, bis Sonntag, 4 Uhr. Sicherheitspersonal werde, so der Bürgermeister, vor Ort sein.

Strafen bei Verstößen

Eine weitere Einschränkung betrifft den Handel. So müssen etwa der Minimarket zwischen Largo Augustus und der Via Alberti in der Nacht von Samstag auf Sonntag (von Mitternacht bis 7 Uhr früh) geschlossen sein. Auch diese Regelung gilt bereits ab 9. Juli. Zwischen 1. und 22. August ist das täglich der Fall.

Bei Verstößen gegen das Alkoholverbot drohen Strafen in der Höhe von 200 Euro.

Händler wehren sich

Gegenwehr kommt laut “Tele Venezia” mittlerweile vom örtlichen Handel. Die Verordnungen seien schlechte Kopie von jenen im Vorjahr und das Strandverbot schade dem Image des Ortes, fürchten die Händler. In Zukunft fordern die Händler, bereits im Winter bevorstehende Maßnahmen zu treffen und diese mit der Wirtschaft abzustimmen, damit sich die Unternehmer vor Saisonbeginn darauf einstellen und entsprechende Vorkehrungen treffen zu können. Die Unternehmensvertretung “ConfCommercio” bittet daher um einen Gesprächstermin mit dem Bürgermeister.